Parodontitis (Parodontose): Ursachen, Klassifikation, Behandlung und Kosten
Was ist Parodontitis? Parodontitis (umgangssprachlich oft Parodontose genannt) ist eine durch Bakterien im Zahnbelag verursachte, chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Unbehandelt führt sie zum Abbau des Kieferknochens und letztlich zum Zahnverlust. In Deutschland sind laut der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) etwa 65 % der 35- bis 44-Jährigen betroffen [1].
Das Wichtigste in Kürze
- Der Unterschied: „Parodontose" ist der umgangssprachliche Begriff. Medizinisch korrekt heißt die Erkrankung Parodontitis – eine bakterielle Entzündung, die den Kieferknochen abbaut.
- Verbreitung: Über die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland ist betroffen – Parodontose ist eine echte Volkskrankheit [1].
- Erste Warnsignale: Zahnfleischbluten beim Putzen, Rötungen, Schwellungen und anhaltender Mundgeruch.
- Klassifikation: Seit 2018 wird Parodontitis in 4 Stadien (Schweregrad) und 3 Grade (Fortschreiten) eingeteilt [2].
- Behandlung: In der Hauptbehandlung (AIT) werden die Zahnfleischtaschen unter örtlicher Betäubung gründlich von Bakterien und Ablagerungen befreit.
- Kosten: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit 2021 die Kosten für die Basistherapie und die Nachsorge.
- Folgen für den Körper: Unbehandelt erhöht Parodontitis das Risiko für Herzinfarkt, Diabetes-Komplikationen und Schlaganfall [3].

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MEHR ÜBER UNS ERFAHREN1. Wie entsteht Parodontitis und was ist „Parodontose“?
Die Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates – also des Gewebes, das den Zahn im Kiefer verankert. Dazu gehören das Zahnfleisch, der Kieferknochen, die Zahnwurzel-Oberfläche und feine Haltefasern, die den Zahn elastisch im Knochen aufhängen.
Umgangssprachlich suchen die meisten Patienten nach Hilfe bei "Parodontose". Aus zahnmedizinischer Sicht versteht man unter Parodontose jedoch einen rein mechanischen, nicht-entzündlichen Rückgang des Zahnfleischs (etwa durch zu festes Putzen). Die durch Bakterien ausgelöste, gewebezerstörende Form, an der die meisten Patienten leiden, ist medizinisch korrekt die Parodontitis.
Ursachen und Risikofaktoren
2. Wie häufig ist Parodontitis (Parodontose)?
Parodontose ist eine echte Volkskrankheit und weit verbreitet. Die bisher umfangreichste Untersuchung in Deutschland – die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) – zeigt, wie viele Menschen betroffen sind [1]:
Parodontitis-Prävalenz nach Altersgruppe
Anteil der Betroffenen in Deutschland (moderate + schwere Parodontitis)Schweregrad-Verteilung bei Erwachsenen (35–44 J.)
Anteil der Parodontitis-SchweregradeWesentliche Erkenntnisse:
- Bei den jüngeren Erwachsenen (35–44 J.) weisen ca. 52 % eine moderate und ca. 15 % eine schwere Parodontitis auf.
- Bei den jüngeren Senioren (65–74 J.) steigt die Gesamtprävalenz auf über 65 % (davon ca. 20 % schwer).
- Bei den älteren Senioren (75–100 J.) sind über 90 % betroffen.
- Männer sind häufiger und schwerer betroffen als Frauen.
- Parodontitis ist die Hauptursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter – noch vor Karies.
3. Parodontitis (Parodontose): Verlauf & Symptome in 3 Stadien
Parodontose entwickelt sich schleichend – oft über Jahre hinweg. Ohne Behandlung dringt die Entzündung immer tiefer in den Kiefer vor. Zahnärzte unterscheiden drei wesentliche Phasen: von der noch harmlosen Zahnfleischentzündung bis hin zur schweren Zerstörung des Kieferknochens [2].
1 Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
Bakterieller Zahnbelag am Zahnfleischrand löst eine oberflächliche Entzündung aus – die sogenannte Gingivitis. Sie ist die Vorstufe der Parodontitis. Die gute Nachricht: In diesem Stadium ist noch alles vollständig heilbar, weil der Kieferknochen noch nicht angegriffen ist [7].
- Optik: Das Gewebe ist dunkelrot, geschwollen und verliert seine feste Struktur.
- Symptome: Wiederkehrendes Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder Essen.
- Gewebe: Die Zahnfleischtaschen sind unauffällig (1-3 mm), kein Knochenabbau.
- Therapie: Eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) und optimale häusliche Hygiene stoppen den Prozess.
2 Mäßig fortgeschrittene Parodontitis
Wird die Zahnfleischentzündung nicht behandelt, dringen die Bakterien tiefer ein. Die Entzündung greift jetzt auf den Kieferknochen über. Ab diesem Punkt ist der Gewebeverlust nicht mehr rückgängig zu machen.
- Taschenbildung: Es entstehen vertiefte Zahnfleischtaschen (ca. 4 bis 5 mm).
- Ablagerungen: Harte Beläge setzen sich unterhalb des Zahnfleischrandes direkt an der Zahnwurzel fest.
- Knochenabbau: Auf Röntgenbildern wird erstmals ein Knochenverlust sichtbar.
- Symptome: Das Zahnfleisch zieht sich zurück (die Zähne wirken länger), empfindliche Zahnhälse, gelegentlich fauliger Geschmack oder Mundgeruch.
3 Weit fortgeschrittene (schwere) Parodontitis
Das Endstadium der Erkrankung. Der Zahnhalteapparat ist großflächig zerstört. Der Kieferknochen ist bis in die Tiefe abgebaut. Die betroffenen Zähne können oft nur noch durch aufwendige Eingriffe gerettet werden – oder müssen entfernt werden.
- Massive Taschen: Die Taschentiefen betragen über 6 mm.
- Knochenverlust: Der Knochen ist fast vollständig abgebaut, teils bis an die Wurzelspitze. Die Stellen, an denen sich die Zahnwurzeln gabeln, liegen frei.
- Symptome: Eiter tritt aus den entzündeten Taschen aus.
- Zahnverlust droht: Die Zähne lockern sich stark, verschieben sich und fallen ohne Behandlung aus.
Zusammenfassung: Der Krankheitsverlauf im Überblick
Der Übergang ist fließend: Von einem gesunden, blassrosa Zahnfleisch entwickelt sich zunächst eine oberflächliche Entzündung (Gingivitis). Werden die bakteriellen Beläge jetzt nicht professionell entfernt, wandert die Entzündung am Zahn entlang in die Tiefe. Das Zahnfleisch löst sich ab, tiefe Taschen entstehen und der Kieferknochen wird systematisch abgebaut – bis der Zahn seinen Halt verliert.
4. Parodontitis-Klassifikation: Staging & Grading
Seit 2018 teilen Zahnärzte weltweit Parodontitis nach einem einheitlichen System ein: dem Staging (wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?) und dem Grading (wie schnell schreitet sie voran?) [2]. Dieses System hat die älteren Bezeichnungen wie „chronische" oder „aggressive" Parodontitis abgelöst. Es ermöglicht Ihrem Zahnarzt, die Behandlung genau auf Ihre persönliche Situation abzustimmen.
Staging (Stadium I–IV)
Wie schwer ist die Parodontitis? Gemessen wird anhand des Knochenverlusts und der Anzahl bereits verlorener Zähne.
| Stadium | Schweregrad | Gewebeverlust | Knochenabbau |
|---|---|---|---|
| I | Beginnend | 1–2 mm | < 15 % |
| II | Moderat | 3–4 mm | 15–33 % |
| III | Schwer | ≥ 5 mm | > 33 %, ≤ 4 Zahnverluste |
| IV | Sehr schwer | ≥ 5 mm | > 33 %, ≥ 5 Zahnverluste |
Grading (Grad A–C)
Wie schnell schreitet die Erkrankung voran? Beeinflusst durch Rauchen und Diabetes.
| Grad | Progression | Risikoprofil |
|---|---|---|
| A | Langsam | Nichtraucher, kein Diabetes |
| B | Moderat | < 10 Zig./Tag oder HbA1c < 7 % |
| C | Schnell | ≥ 10 Zig./Tag oder HbA1c ≥ 7 % |
Was bedeutet das für Sie? Ihr Zahnarzt bestimmt eine Kombination aus Stadium und Grad – zum Beispiel „Stadium II, Grad B". Ein Beispiel: Zwei Patienten können beide im Stadium II sein (gleicher Knochenabbau), aber unterschiedliche Grade haben. Ein Nichtraucher (Grad A) braucht eine andere Strategie als ein Raucher mit Diabetes (Grad C), weil die Erkrankung beim zweiten Patienten schneller fortschreitet. So kann Ihr Zahnarzt die Behandlung genau auf Sie zuschneiden [8].
5. Parodontosebehandlung: Ablauf Schritt für Schritt
Das Ziel jeder Parodontosebehandlung ist klar: Die Bakterien in den tiefen Zahnfleischtaschen gründlich entfernen, den Knochenabbau stoppen und die Zähne erhalten. Die Behandlung folgt einem bewährten Stufenplan gemäß der aktuellen deutschen Leitlinie [8]:
-
Diagnostik: Wie tief sind die Taschen?
Mit einer feinen Messsonde prüft der Zahnarzt an jedem Zahn, wie tief die Zahnfleischtaschen sind (gemessen in Millimetern). Röntgenbilder zeigen, wie viel Kieferknochen bereits abgebaut wurde. Im Gespräch werden Ihre persönlichen Risikofaktoren besprochen. -
Vorbehandlung: Professionelle Zahnreinigung (PZR)
Bevor die tiefen Taschen gereinigt werden, müssen die Zähne zunächst oberflächlich von allen Belägen befreit werden. Das geschieht bei einer Professionellen Zahnreinigung (PZR). Außerdem bekommen Sie eine genaue Anleitung, wie Sie zu Hause Ihre Zähne optimal pflegen können. -
Antiinfektiöse Therapie (AIT) – Die eigentliche Behandlung
Das Herzstück der Behandlung. Unter örtlicher Betäubung reinigt der Zahnarzt die Zahnwurzeln unterhalb des Zahnfleischrandes – also tief in den Taschen. Mit feinen Handinstrumenten (Küretten) oder Ultraschall werden die fest sitzenden Bakterienbeläge schonend abgetragen. In manchen Fällen – etwa bei besonders aggressiven Bakterien – kann zusätzlich ein Antibiotikum sinnvoll sein. Ob das nötig ist, zeigt oft ein Keimtest (eine Art Laboruntersuchung, die genau bestimmt, welche Bakterien die Entzündung verursachen) [8]. -
Kontrolle & ggf. chirurgischer Eingriff
Nach 3 bis 6 Monaten prüft der Zahnarzt, ob sich die Zahnfleischtaschen zurückgebildet haben. Falls tiefe Taschen (über 5–6 mm) bestehen bleiben, kann ein kleiner chirurgischer Eingriff nötig werden. Dabei wird das Zahnfleisch kurz aufgeklappt, um die Zahnwurzel unter direkter Sicht zu reinigen oder Knochenmaterial einzubringen, das den Knochen wieder aufbauen kann. -
Lebenslange Nachsorge (UPT) – der Schlüssel zum Langzeiterfolg
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung – ähnlich wie Diabetes. Der Behandlungserfolg lässt sich nur halten, wenn Sie regelmäßig zur Nachsorge (UPT) gehen. Je nach Schweregrad alle 3 bis 6 Monate: Der Zahnarzt kontrolliert die Taschen und reinigt sie bei Bedarf nach.
6. Parodontosebehandlung: Kosten & Krankenkasse
Seit der neuen PAR-Richtlinie (Juli 2021) haben gesetzlich versicherte Patienten in Deutschland einen klaren Anspruch auf eine vollständige Parodontitis-Behandlung als Kassenleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen:
- Die Untersuchung und Diagnose (inkl. Messung der Zahnfleischtaschen).
- Das ausführliche Beratungsgespräch zur Erkrankung und Therapie.
- Die Hauptbehandlung: die gründliche Reinigung der Zahnwurzeln in den Taschen (AIT).
- Die regelmäßige Nachsorge (UPT) über einen Zeitraum von meist zwei Jahren.
Wann fallen private Kosten an?
Die professionelle Zahnreinigung (PZR) vor der eigentlichen Behandlung ist häufig eine Eigenleistung – wird aber von vielen Kassen bezuschusst. Ebenso werden Zusatzverfahren wie Lasertherapie, DNA-Bakterientests oder chirurgischer Knochenaufbau (z. B. mit Emdogain®) nicht von der gesetzlichen Kasse übernommen und müssen privat oder über eine Zahnzusatzversicherung bezahlt werden.
7. Parodontitis (Parodontose) & Allgemeingesundheit
Parodontose betrifft nicht nur den Mund. Die Bakterien aus den entzündeten Zahnfleischtaschen und die Entzündungsstoffe, die der Körper als Abwehrreaktion produziert, gelangen über die Blutbahn in den gesamten Körper [3]. Dort können sie verschiedene Erkrankungen auslösen oder verschlimmern:
Diabetes – eine Wechselwirkung in beide Richtungen
Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich gegenseitig: Hoher Blutzucker fördert Zahnfleischentzündungen – und umgekehrt macht eine Parodontitis es schwerer, den Blutzucker gut einzustellen. Gute Nachricht: Eine erfolgreiche Parodontitis-Behandlung kann den Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c) um bis zu 0,4 Punkte senken [5].
Herz und Gefäße
Parodontitis-Bakterien können sich in den Blutgefäßen festsetzen und dort Ablagerungen (Arteriosklerose) fördern. Das erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Internationale Fachgesellschaften haben diesen Zusammenhang in einer gemeinsamen Erklärung bestätigt [10].
Atemwege und Lunge
Besonders bei älteren oder geschwächten Patienten können Bakterien aus dem Mundraum in die Lunge gelangen und dort eine Lungenentzündung auslösen. Auch bestehende Lungenerkrankungen (z. B. COPD) können sich verschlechtern.
Rheuma und Gehirn
Parodontitis-Patienten erkranken häufiger an rheumatoider Arthritis (Gelenkentzündung). Zudem haben Forscher Parodontitis-Bakterien im Gehirn von Alzheimer-Patienten nachgewiesen [11]. Ob sie die Erkrankung auslösen, wird aktuell erforscht.
8. Parodontose in der Schwangerschaft
Während einer Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt stark. Östrogen und Progesteron steigen an – und das hat direkte Auswirkungen auf das Zahnfleisch: Es wird stärker durchblutet, schwillt leichter an und reagiert empfindlicher auf Bakterien. Die sogenannte Schwangerschaftsgingivitis (Zahnfleischentzündung in der Schwangerschaft) betrifft bis zu 75 % aller Schwangeren [6].
Warum Parodontose in der Schwangerschaft besonders wichtig ist
Studien zeigen: Eine unbehandelte Parodontitis kann nicht nur der Mutter schaden, sondern auch dem ungeborenen Kind:
Die Entzündungsstoffe aus den Zahnfleischtaschen können über den Blutkreislauf vorzeitige Wehen auslösen. Das Risiko für eine Frühgeburt ist bei Parodontitis bis zu doppelt so hoch [6].
Die dauerhafte Entzündung im Körper kann dazu führen, dass das Baby bei der Geburt weniger als 2.500 g wiegt – mit möglichen Folgen für seine Entwicklung.
Es gibt Hinweise, dass eine schwere Parodontitis auch das Risiko für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung mit Bluthochdruck) erhöhen kann.
Zahnärztliche Kontrolle idealerweise schon bei Kinderwunsch. Zahnarztbesuch im 2. Trimester besonders empfohlen. Eine PZR ist in der Schwangerschaft sicher und sinnvoll.
9. Vorbeugung: So schützen Sie sich vor Parodontose
Parodontitis (Parodontose) lässt sich durch konsequente Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen in den meisten Fällen wirksam verhindern oder frühzeitig erkennen. Nutzen Sie diese Checkliste:
-
2× täglich gründlich Zähne putzenMindestens 2 Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Elektrische Zahnbürsten entfernen in Studien signifikant mehr Plaque als Handzahnbürsten.
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Täglich Zahnzwischenräume reinigenInterdentalbürsten oder Zahnseide verwenden – in den Zahnzwischenräumen entsteht rund 40 % der gesamten Plaque.
-
2× jährlich zur Professionellen Zahnreinigung (PZR)Beim Zahnarzt werden harte und weiche Beläge auch an schwer erreichbaren Stellen entfernt, die die häusliche Pflege nicht erreicht.
-
Rauchen aufhörenRaucher haben ein 5- bis 6-fach höheres Parodontitis-Risiko [4]. Ein Rauchstopp verbessert die Prognose und das Ansprechen auf die Therapie erheblich.
-
Diabetes gut einstellenEin HbA1c-Wert unter 7 % senkt das Parodontitis-Risiko deutlich. Diabetes und Parodontose verstärken sich gegenseitig – deshalb ist die Kontrolle beider Erkrankungen so wichtig [5].
-
Gesund und zuckerarm ernährenVitamin C und D unterstützen die Zahnfleischgesundheit. Zucker und Säuren fördern bakterielles Plaquewachstum.
-
Stress reduzierenChronischer Stress schwächt das Immunsystem und begünstigt Entzündungsreaktionen im Zahnhalteapparat.
-
Warnsignale ernst nehmenZahnfleischbluten, Mundgeruch, Rötungen oder zurückgehendes Zahnfleisch sind Frühwarnsignale – suchen Sie zeitnah einen Zahnarzt auf.
10. Helfen Hausmittel gegen Parodontose?
Patienten suchen häufig nach natürlichen Hausmitteln gegen wackelnde Zähne oder Zahnfleischrückgang. Es kursieren Tipps wie Ölziehen (z.B. mit Kokosöl), Spülungen mit Salzwasser, Kamille, Salbei oder das Auftragen von Teebaumöl.
11. Häufige Patientenfragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Parodontose und Parodontitis?
Ist Parodontitis ansteckend?
Ist Parodontitis heilbar oder nur aufhaltbar?
Wie häufig ist Parodontitis in Deutschland?
Was kostet eine Parodontosebehandlung?
Werden lockere Zähne nach einer Behandlung wieder fester?
Kann man durch Parodontitis Zähne verlieren?
Ich habe Parodontitis. Kommt eine Implantatversorgung in Frage?
Ist Parodontitis während der Schwangerschaft gefährlich?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herzerkrankungen?
Verursacht Parodontitis Mundgeruch?
Was ist Staging und Grading bei Parodontitis?
Kann Parodontitis vererbt werden?
Wie kann man Parodontitis vorbeugen?
Hilft eine Laserbehandlung gegen Parodontitis?
Helfen Hausmittel wie Ölziehen gegen Parodontose?
Wissenschaftliche Quellen & Leitlinien
Die ECDI arbeitet evidenzbasiert. Dieser Artikel stützt sich auf die folgenden aktuellen Leitlinien und Studien:
- Jordan, A. R., Micheelis, W., et al. (2016): Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). IDZ-Materialienreihe, Bd. 35. Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Köln. IDZ-Link
- Tonetti, M. S., Greenwell, H., & Kornman, K. S. (2018): Staging and grading of periodontitis: Framework and proposal of a new classification and case definition. J Periodontol, 89(Suppl 1), S159-S172. DOI: 10.1002/JPER.18-0006
- Tonetti, M. S., Jepsen, S., Jin, L., & Otomo-Corgel, J. (2017): Impact of the global burden of periodontal diseases on health, nutrition and wellbeing of mankind. Journal of Clinical Periodontology. DOI: 10.1111/jcpe.12732
- Warnakulasuriya, S., Dietrich, T., et al. (2018): Role of Smoking in Pathogenesis of Periodontitis. American Journal of Preventive Medicine.
- Lalla, E. & Papapanou, P. N. (2011): Diabetes mellitus and periodontitis: a tale of two common interrelated diseases. Nature Reviews Endocrinology, 7(12), 738-748. DOI: 10.1038/nrendo.2011.106
- Sanz, M. & Kornman, K. (2013): Periodontitis and adverse pregnancy outcomes: consensus report. J Clin Periodontol, 40(Suppl 14), S164-S169. DOI: 10.1111/jcpe.12016
- Trombelli, L., Farina, R., Silva, C. O., & Tatakis, D. N. (2018): Plaque-induced gingivitis: Case definition and diagnostic considerations. J Clin Periodontol, 45(Suppl 20), S44-S67. DOI: 10.1111/jcpe.12939
- DG PARO / DGZMK (2020): S3-Leitlinie Die Behandlung von Parodontitis Stadium I bis III. AWMF-Registernr.: 083-043. AWMF-Register
- Heitz-Mayfield, L. J., & Salvi, G. E. (2018): Peri-implantitis: What are the risk indicators? Journal of Clinical Periodontology. DOI: 10.1111/jcpe.12860
- Sanz, M., Marco del Castillo, A., Jepsen, S., et al. (2020): Periodontitis and cardiovascular diseases: Consensus report (EFP/WHF). J Clin Periodontol, 47(3), 268-288. DOI: 10.1111/jcpe.13189
- Dominy, S. S., Lynch, C., Ermini, F., et al. (2019): Porphyromonas gingivalis in Alzheimer's disease brains: Evidence for disease causation and treatment with small-molecule inhibitors. Science Advances, 5(1), eaau3333. DOI: 10.1126/sciadv.aau3333
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Die Implantation ist ein geplanter Routineeingriff. Kühlung, Hygiene und ggf. Medikamente helfen, Schwellung und Schmerzen gering zu halten.


