Kieferchirurgie Königsallee · ECDI Zentrum Düsseldorf

    Zahnimplantate in Düsseldorf

    Feste Zähne von Spezialisten, die seit 1994 nichts anderes tun. Digital geplant, schmerzfrei gesetzt, auch wenn Sie Angst haben.

    • Über 30 Jahre Spezialisierung
    • Eigenes Anästhesie-Team
    • Erster Termin ohne Eingriff
    Medizinisch geprüft von Dr. Sebastian Becher Zuletzt aktualisiert: Mai 2026
    Beratungsgespräch in der Kieferchirurgie Königsallee in Düsseldorf
    30.000+gesetzte Implantate seit Praxisgründung
    4,8 ★aus 252 Patientenerfahrungen
    125.000zufriedene Patienten
    1.000+Implantate pro Jahr
    6spezialisierte Behandler
    seit 1994auf der Königsallee
    Die Praxis

    Die Kieferchirurgie Königsallee

    Seit 1994 steht unsere Praxis im Herzen von Düsseldorf für spezialisierte Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Was Dr. Dr. Martin Bonsmann und Dr. Wolfgang Diener als Gemeinschaftspraxis begründeten, ist heute ein Kompetenzzentrum mit rund 30 Mitarbeitenden und einer eigenen Privatklinik.

    Unsere 6 Ärzte zählen zu den erfahrensten Spezialisten für Implantologie, MKG-Chirurgie und Parodontologie. Vor jedem Eingriff stellen wir uns dieselbe Frage: Wie würden wir bei einem Menschen aus der eigenen Familie entscheiden?

    Beim ersten Termin behandeln wir bewusst noch nicht. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Ausgangssituation zu verstehen, und Sie entscheiden in Ruhe.
    Empfang der Kieferchirurgie Königsallee
    Grundlagen

    Was ein Zahnimplantat ist

    Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die fest im Kieferknochen verankert wird. Es ersetzt den verlorenen Zahn von der Wurzel an und bildet die Basis für einen festen, natürlich wirkenden Zahnersatz.

    • 1

      Implantat-Körper

      Eine kleine Schraube aus Titan oder Keramik. Sie verwächst fest mit dem Kieferknochen, ein Vorgang, der Knocheneinbindung (Osseointegration) heißt.

    • 2

      Aufbau (Abutment)

      Das Verbindungsstück zwischen Implantat-Körper und sichtbarem Zahnersatz.

    • 3

      Zahnersatz

      Die sichtbare Krone, Brücke oder Prothese, in Farbe und Form an Ihre natürlichen Zähne angepasst.

    Anders als bei einer Brücke müssen die gesunden Nachbarzähne nicht beschliffen werden. Zugleich hält das Implantat den Knochenrückgang auf, weil es die Kaukräfte wieder auf den Kiefer überträgt.

    Aufbau eines Zahnimplantats: Implantat-Körper, Abutment und Krone
    Warum ein Implantat

    7 Vorteile von Zahnimplantaten

    Implantate sind heute die Versorgung mit den besten Langzeitergebnissen. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen Überlebensraten von 94 bis 96 Prozent nach zehn Jahren12, deutlich mehr als bei Brücken oder Kronen.

    Erhält den Kieferknochen

    Das Implantat überträgt Kaukräfte auf den Kiefer und hält so den Knochenrückgang auf, der nach Zahnverlust einsetzt.

    Schont die Nachbarzähne

    Anders als eine Brücke braucht ein Implantat keine beschliffenen Nachbarzähne. Gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten.

    Sieht natürlich aus

    Krone, Form und Farbe werden individuell angepasst, sodass das Implantat von echten Zähnen kaum zu unterscheiden ist.

    Hält besonders lange

    Nach zehn Jahren sind 94 bis 96 Prozent der Implantate noch in Funktion; unter günstigen Bedingungen halten sie ein Leben lang.12

    Feste Kaufunktion

    Implantat-getragener Zahnersatz sitzt fest, verrutscht nicht und erlaubt unbeschwertes Kauen und Sprechen.

    Mehr Lebensqualität

    Ein sicheres Lächeln und uneingeschränkter Genuss beim Essen geben ein großes Stück Lebensqualität zurück.

    Beugt Fehlstellungen vor

    Die gefüllte Lücke verhindert, dass Nachbarzähne kippen oder Gegenzähne sich verlängern.

    Wann ein Implantat hilft

    Für jede Ausgangssituation die passende Lösung

    Ob ein einzelner Zahn fehlt oder ein ganzer Kiefer versorgt werden muss: Implantate geben festen Halt, ohne gesunde Nachbarzähne zu opfern.

    Einzelzahnlücke mit einem Implantat

    Einzelne Lücke

    Ein Implantat ersetzt den fehlenden Zahn, ohne die Nachbarzähne zu beschleifen.

    Schaltlücke über mehrere Zähne

    Mehrere Zähne

    Mehrere Implantate tragen eine festsitzende Brücke über die Lücke.

    Freiendsituation am Ende der Zahnreihe

    Freiendlücke

    Das Implantat gibt festen Halt, wo eine Brücke keinen Anker fände.

    Zahnloser Kiefer mit implantat-getragener Versorgung

    Zahnloser Kiefer

    Wenige Implantate tragen eine feste Brücke oder eine sicher sitzende Prothese.

    Entscheidungshilfe

    Implantat, Brücke oder Prothese: der Vergleich

    Für eine Zahnlücke gibt es drei Wege. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob gesunde Nachbarzähne einbezogen werden und ob der Kieferknochen erhalten bleibt. Der Vergleich zeigt die wichtigsten Unterschiede.

    KriteriumImplantatBrückeProthese (herausnehmbar)
    Nachbarzähne schonen eigener Pfeiler, kein Beschleifen zwei Nachbarzähne werden beschliffen kein Beschleifen nötig
    Knochen erhalten Implantat überträgt Kaudruck, bremst den Knochenabbau Knochen im Lückenbereich bildet sich weiter zurück kein Reiz im Knochen, Rückbildung schreitet fort
    Halt im Mund festsitzend festsitzend herausnehmbar
    Wann sinnvoll einzelne bis mehrere Lücken, auch der zahnlose Kiefer vor allem, wenn die Nachbarzähne ohnehin überkront oder wurzelbehandelt sind bei größeren Lücken oder Zahnlosigkeit, oft als wirtschaftliche Lösung
    Eingriff kleiner chirurgischer Eingriff nötig kein chirurgischer Eingriff kein chirurgischer Eingriff
    Welche Lösung für Sie passt, hängt von Ihrer Ausgangssituation, dem Zustand der Nachbarzähne und Ihren Wünschen ab. In der Beratung vergleichen wir die Möglichkeiten gemeinsam.
    Im Überblick

    5 Implantat-Arten

    Welches Implantat infrage kommt, hängt von Knochenangebot, Position und Ihrer Ausgangssituation ab. Wir wählen es individuell für Sie aus.

    Standard-Implantat

    Standard-Implantat

    Die häufigste Form: eine wurzelförmige Schraube für Einzelzähne, Brücken oder Prothesen bei ausreichendem Knochen.

    Mini-Implantat

    Mini-Implantat

    Schmaler im Durchmesser, etwa zur Stabilisierung einer Prothese oder bei schmalem Kieferkamm.

    Zygoma-Implantat

    Zygoma-Implantat

    Verankert im Jochbein, eine Lösung bei stark zurückgebildetem Oberkieferknochen, oft ohne separaten Aufbau.

    Interimsimplantat

    Interims-Implantat

    Vorübergehendes Implantat, das während der Einheilphase eine provisorische Versorgung trägt.

    Kieferorthopädisches Mini-Implantat

    Kieferorthopädisches Implantat

    Kleine Verankerungsschrauben (Mini-Schrauben, TADs), die als fester Ankerpunkt bei der Zahnregulierung dienen.

    Keramik-Implantat

    Keramik-Implantat

    Metallfreie Alternative aus Zirkoniumdioxid (Zirkonoxid), besonders bei Titan-Unverträglichkeit oder ästhetischem Anspruch.

    Digitale Volumentomographie zur 3D-Implantat-Planung
    Digitale Implantat-Planung

    Wir planen Ihr Implantat digital

    Jede Implantation planen wir dreidimensional am Computer, bevor der erste Schnitt erfolgt. Das macht den Eingriff präzise, sicher und vorhersagbar.

    • 3D-Diagnostik (DVT): Eine strahlungsarme 3D-Röntgentechnik bildet Ihren Kiefer räumlich ab und zeigt Knochenangebot, Nervverläufe und Kieferhöhle exakt.
    • Bohrschablone: Aus den 3D-Daten fertigen wir eine individuelle Schablone, die Bohrrichtung und -tiefe für jedes Implantat vorgibt.
    • PRF-Verfahren: Körpereigenes Wundheilungsgewebe (plättchenreiches Fibrin, PRF) aus Ihrem Blut unterstützt die Heilung nach dem Eingriff auf natürliche Weise.

    Diese Technik ist heute der Standard guter Implantologie und bei uns seit Jahren etabliert.

    Schritt für Schritt

    So verläuft Ihre Implantat-Behandlung

    Von der ersten Beratung bis zum fertigen Zahnersatz führen wir Sie durch 3 klare Phasen. Die Zeitangaben sind Richtwerte; den genauen Verlauf legen wir nach der 3D-Diagnostik gemeinsam fest.

    Phase 1

    Diagnostizieren und planen

    1

    Kennenlernen und beraten ca. 45 Min

    Wir hören zu, untersuchen Ihre Ausgangssituation und beantworten Ihre Fragen. Beim ersten Termin behandeln wir bewusst noch nicht.

    • Wir prüfen Zahnfleisch, Restzahnbestand und Kieferknochen
    • Wir klären Ihre Wünsche, Vorgeschichte und Erkrankungen
    • Wir schätzen ein, ob ein Implantat für Sie sinnvoll ist
    2

    Dreidimensional planen ca. 30 Min

    Mit strahlungsarmer 3D-Röntgentechnik (DVT) bilden wir Ihren Kiefer räumlich ab und planen jedes Implantat am Computer.

    • Wir stellen Knochenangebot, Nervverlauf und Kieferhöhle exakt dar
    • Wir legen Position, Bohrrichtung und Bohrtiefe fest
    • Wir fertigen eine individuelle Bohrschablone für die OP an
    Phase 2

    Eingriff und Einheilung

    3

    Knochen aufbauen, falls nötig 0 bis 6 Monate

    Reicht der Knochen nicht aus, bauen wir ihn auf. Oft gelingt das in derselben Sitzung wie die Implantation.

    • Einzeitig: Aufbau und Implantation in einem Eingriff
    • Zweizeitig: erst Aufbau, nach 3 bis 6 Monaten Ausheilung die Implantation
    • Mit Eigenknochen, Ersatzmaterial oder per Sinuslift
    4

    Implantat setzen oft unter 30 Min

    Über einen kleinen Schnitt schaffen wir Zugang zum Knochen und verschrauben den Implantat-Körper an der geplanten Stelle. Auf Wunsch im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose.

    • Schonender Eingriff von geringem Umfang
    • Passgenaue Bohrung mit Unterstützung der Bohrschablone
    • Vernähen mit wenigen Stichen
    5

    Wunde heilen und Fäden entfernen ca. 7 Tage

    Der kleine Schnitt verheilt rasch. Nach durchschnittlich 7 Tagen entfernen wir die Fäden.

    • Leichte Schwellung in den ersten Tagen ist normal
    • Schmerztherapie und klare Verhaltenshinweise für zu Hause
    6

    Im Knochen einheilen Unterkiefer 6 Wo bis 3 Mon, Oberkiefer 4 bis 6 Mon

    Das Implantat verwächst fest mit dem Kieferknochen (Knocheneinbindung, Osseointegration). Im Oberkiefer dauert das wegen des weicheren Knochens länger.

    • Stabile, belastbare Verankerung als Fundament
    • Sofortbelastung nur in ausgewählten Fällen möglich
    Phase 3

    Zahnersatz und Nachsorge

    7

    Dauerhaften Zahnersatz einsetzen nach Einheilung

    Ist das Implantat eingeheilt, fertigt Ihr überweisender Zahnarzt die dauerhafte Krone, Brücke oder Prothese, in enger Abstimmung mit uns.

    • Farbe und Form individuell an Ihre Zähne angepasst
    • Enge Zusammenarbeit zwischen Praxis und Hauszahnarzt

    Nachsorge: damit Ihr Implantat lange hält

    Regelmäßig kontrollieren

    Anfangs begleiten wir die Einheilung engmaschig, danach in festen Recall-Terminen.

    Gründlich pflegen

    Tägliche sorgfältige Mundhygiene ist der wichtigste Schutz vor einer Implantat-Entzündung (Periimplantitis).

    Professionell reinigen lassen

    Die regelmäßige professionelle Zahnreinigung hält das Gewebe um das Implantat gesund.

    Mit guter Pflege und ohne chronische Erkrankungen sind Implantate auch nach zehn Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit frei von Mängeln.1 Sorgfältige Hygiene und regelmäßige Kontrolle wirken sich unmittelbar auf die Haltbarkeit aus.
    Ruhiger Aufwachraum der Kieferchirurgie Königsallee
    Schmerzfrei und entspannt

    Behandeln, ohne dass Sie Angst haben müssen

    Angst vor dem Eingriff ist verständlich und weit verbreitet. Bei uns bestimmen Sie das Tempo. Ein hauseigenes Anästhesie-Team begleitet jede Behandlung und stimmt die Schmerzausschaltung genau auf den Eingriff ab.

    • Lokalanästhesie: örtliche Betäubung, Sie bleiben wach.
    • Dämmerschlaf (Analgosedierung): Sie dämmern entspannt; viele Patienten haben später keine Erinnerung an den Eingriff.
    • Vollnarkose (Intubationsnarkose): für umfangreiche Eingriffe, überwacht durch unsere Anästhesisten.

    Alle Verfahren bieten wir ambulant und stationär an, bei Bedarf mit Übernachtung in unserer Privatklinik. Unser Anästhesie-Team: Dr. Stefan Blönnigen (Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin) und Susanne Mainusch (Ärztin und Anästhesiologin).

    Beim ersten Termin kein Eingriff. Wir nehmen uns Zeit zum Kennenlernen, Sie entscheiden danach in Ruhe.
    Auch bei wenig Knochen

    Knochenaufbau und Sinuslift

    Für ein Implantat braucht der Kiefer genug Knochen. Ist zu wenig vorhanden, bauen wir ihn auf, oft im selben Eingriff wie die Implantation. In komplexen Fällen erfolgt der Aufbau zuerst, die Implantation nach etwa 3 bis 6 Monaten Ausheilung.

    Schematische Darstellung eines Sinuslifts im Oberkiefer

    Selbst bei wenig Restknochen sind Implantate heute meist möglich. Nach einem Sinuslift erreichen Standardimplantate hohe Überlebensraten von 94 bis 100 Prozent.5 Auch kurze Implantate in Kombination mit einem schonenden, krestalen Sinuslift schneiden vergleichbar gut ab.6

    • Eigenknochen: kleinere Blöcke aus Unterkiefer, Kinn oder Weisheitszahnbereich, größere Mengen aus dem Beckenkamm.
    • Knochenersatzmaterial: bei kleinem Defizit direkt bei der Implantation, geschützt durch eine Membran.
    • Sinuslift: Anhebung des Kieferhöhlenbodens im Oberkiefer.
    Bone-Spreading: Spreizung des Kieferkamms

    Bone-Splitting und -Spreading

    Der Kieferkamm wird gespreizt und der Spalt mit Knochenmaterial gefüllt, oft mit sofortiger Implantation.

    Auflagerungsosteoplastik

    Kieferkamm-Augmentation

    Knochen wird dorthin transplantiert, wo er fehlt, und wächst über mehrere Monate fest ein.

    Anlagerungsosteoplastik

    Weitere Verfahren

    Bei besonderen Defekten kommen Anlagerungstechniken oder die seltene Distraktionsosteogenese zum Einsatz.

    Ob ein Standardimplantat nach Sinuslift oder ein kurzes Implantat gewählt wird, führt nach heutiger Studienlage zu vergleichbaren Erfolgsaussichten.6 Jeden Aufbau planen wir dreidimensional am Computer.
    Feste Zähne an einem Tag

    All-on-4: fester Zahnersatz auf vier Implantaten

    Bei einem zahnlosen Kiefer trägt eine festsitzende Brücke auf nur 4 Implantaten den kompletten Zahnbogen. Zwei Implantate setzen wir vorne gerade, zwei hinten schräg, mit der Spitze nach vorne. So nutzen wir das vordere Knochenangebot und umgehen Kieferhöhle (im Oberkiefer) und Hauptnerv (im Unterkiefer). Ein Knochenaufbau oder Sinuslift ist dadurch in der Regel nicht nötig.

    • Feste Zähne am Operationstag: Bei ausreichender Primärstabilität verblocken wir die vier Implantate und setzen noch am selben Tag eine festsitzende provisorische Brücke ein (Sofortbelastung).
    • Digital geplant: Position, Achse und Bohrtiefe legen wir vorab dreidimensional am Computer fest (DVT); die provisorische Brücke wird vorgefertigt.
    • Dauerhafte Versorgung später: Die endgültige Brücke folgt nach etwa 6 bis 12 Monaten, wenn die Implantate fest eingeheilt sind.

    Eine Sofortbelastung setzt eine sorgfältige Vorplanung und ausreichende Stabilität der Implantate voraus. Sie ist nicht in jedem Fall möglich. In einer Fünf-Jahres-Studie zeigte das All-on-4-Konzept im Vergleich zu sechs Implantaten sogar die geringere Verlustrate; eine breitere Abstützung auf sechs bis acht Implantaten bleibt für bestimmte Ausgangslagen die Alternative.7 Was für Sie infrage kommt, klären wir nach der 3D-Diagnostik.

    All-on-4 in Düsseldorf: vier Implantate im zahnlosen Kiefer tragen eine festsitzende Brücke
    All-on-4: vier Implantate tragen den kompletten Zahnbogen, zwei davon nach vorne geneigt
    Sofortimplantation in Düsseldorf: Implantat wird direkt in das frische Zahnfach im Oberkiefer gesetzt
    Sofortimplantation: das Implantat wird direkt in das frische Zahnfach eingebracht
    Implantat direkt nach der Zahnentfernung

    Sofortimplantation: ein Eingriff statt zwei

    Bei der Sofortimplantation setzen wir das Implantat in derselben Sitzung, in der wir den Zahn entfernen, direkt in das frische Zahnfach (Extraktionsalveole). Das spart Ihnen einen zweiten Eingriff und eine zweite Einheilphase.

    Ob das möglich ist, hängt von klaren Voraussetzungen ab. Wir prüfen sie vor jedem Eingriff:

    • eine stabile, entzündungsfreie knöcherne Wand um das Zahnfach
    • eine günstige, meist einwurzelige Ausgangsposition
    • ein kräftiger Zahnfleischtyp und ausreichende Primärstabilität des Implantats

    Wir ordnen die Sofortimplantation ehrlich ein: Sie verkürzt die Behandlung, hat statistisch aber eine etwas höhere Verlustrate als ein Implantat, das nach Ausheilung des Zahnfachs gesetzt wird (Spätimplantation). Bei entzündeten Zahnfächern ist die Studienlage uneinheitlich. Wir empfehlen die Sofortimplantation nur dann, wenn die Voraussetzungen klar erfüllt sind.8

    Materialfrage

    Titan oder Keramik: Was passt zu Ihnen?

    Beide Materialien sind gut verträglich und wissenschaftlich erprobt. Welches für Sie passt, hängt von Ihrer Ausgangslage und Ihren Wünschen ab, das besprechen wir in der Beratung.

    Titan-Implantat-Körper

    Titan

    • gut verträglich, kaum allergisches Potenzial
    • umfangreiche wissenschaftliche Langzeitdokumentation
    • kaum wärmeleitfähig, durchlässig für Röntgenstrahlen
    • etwas geringerer Knochenabbau am Implantatrand als Keramik4
    Keramik-Implantat aus Zirkoniumdioxid

    Keramik (Zirkoniumdioxid)

    • metallfrei und zahnfarben
    • erste Wahl bei Titan-Unverträglichkeit
    • gewebefreundlich, geringere Partikelabgabe als Titan
    • vergleichbare Überlebensraten über 5 Jahre4
    Wir verwenden ausschließlich durch Langzeitstudien geprüfte Implantatsysteme. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen für beide Materialien Überlebensraten von über 95 Prozent über 5 Jahre; für Titan liegen die längeren Daten über zehn Jahre und mehr vor.4
    Eingeheiltes Zahnimplantat mit Krone im Kiefer
    Sicherheit und Langlebigkeit

    Entzündung vermeiden, Implantate erhalten

    Zahnimplantate gehören zu den langlebigsten Formen des Zahnersatzes. Große Übersichtsarbeiten belegen ein Zehn-Jahres-Überleben von 94 bis 96 Prozent12, deutlich mehr als bei Brücken (rund 80 Prozent) oder einzelnen Kronen (rund 70 Prozent). Bei älteren Patienten kann das Verlustrisiko etwas höher liegen.1

    Die wichtigste Voraussetzung für dauerhaften Erfolg ist die Vermeidung einer Implantat-Entzündung (Periimplantitis). Der am besten belegte beeinflussbare Risikofaktor ist das Rauchen: Es erhöht das Risiko für Implantatverlust deutlich, im Oberkiefer um ein Mehrfaches.3 Die wirksamsten Schutzfaktoren sind:

    • gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolle
    • Verzicht auf das Rauchen3
    • Behandlung einer bestehenden Parodontitis vor der Implantation

    Unsere Praxis ist auf die Periimplantitis-Therapie spezialisiert. Unser Ziel ist immer der Erhalt des Implantats vor seiner Entfernung (Explantation), auch in schwierigen Fällen.

    Implantate erhalten

    Periimplantitis behandeln, statt Implantate aufzugeben

    Entzündet sich das Gewebe um ein Implantat, lässt sich das in vielen Fällen behandeln. Entscheidend ist, früh zu handeln. Wir unterscheiden zwei Stadien und behandeln gezielt nach Schweregrad.

    Stufe 1: Mukositis (Entzündung des Zahnfleischs)

    Hier ist nur das Weichgewebe entzündet, der Knochen ist noch nicht betroffen. Dieses Stadium ist vollständig umkehrbar. Wir behandeln ohne Operation: professionelle Reinigung der Implantatoberfläche mit schonenden Instrumenten, bei Bedarf eine antiseptische Spülung, dazu eine genaue Anleitung zur häuslichen Pflege. Oft genügt eine Reinigung mit anschließend konsequenter Mundhygiene.

    Stufe 2: Periimplantitis (Entzündung mit Knochenabbau)

    Greift die Entzündung auf den Knochen über, reicht die Reinigung allein nicht aus. Dann behandeln wir chirurgisch: Wir legen die Implantatoberfläche frei, reinigen sie gründlich (Dekontamination) und bauen verloren gegangenen Knochen nach Möglichkeit wieder auf. Eine nicht-chirurgische Vorbehandlung geht dem Eingriff voraus.

    Unser Ziel ist immer der Erhalt des Implantats. Auch bei guter Behandlung lässt sich ein Verlust bei schwerer Periimplantitis nicht in jedem Fall verhindern. Eine regelmäßige Nachsorge (Kontrolle und professionelle Reinigung) ist der wirksamste Schutz vor einem Rückfall.

    Auch bei Vorerkrankungen

    Implantate bei Vorerkrankungen und Risikofaktoren

    Viele Vorerkrankungen schließen ein Implantat nicht aus. Entscheidend ist eine sorgfältige Vorabklärung. Diese Faktoren beziehen wir in die Planung ein:

    • Rauchen: Es ist der am besten belegte beeinflussbare Risikofaktor. Rauchen stört die Wundheilung und erhöht das Risiko für einen Implantatverlust. Ein Rauchstopp vor und nach dem Eingriff verbessert die Aussichten deutlich.
    • Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Sie sind keine grundsätzliche Gegenanzeige. Bei gut eingestelltem Diabetes sind Implantate in der Regel möglich.
    • Osteoporose mit Bisphosphonaten oder Denosumab: Diese Medikamente verlangsamen den Knochenstoffwechsel und erhöhen nach einem Kiefereingriff das Risiko einer Knochenschädigung (Osteonekrose), besonders bei Gabe über die Vene. Vor einem Eingriff stimmen wir uns mit Ihrem behandelnden Arzt ab.
    • Behandelte Parodontitis: Sie ist kein Hindernis, erfordert aber eine stabile Mundgesundheit vor dem Implantat und eine konsequente Nachsorge danach.
    Bitte bringen Sie zu Ihrem ersten Termin eine Liste Ihrer Medikamente und Vorerkrankungen mit. So planen wir Ihre Behandlung von Anfang an sicher.
    Kosten und Finanzierung

    Was eine Implantat-Versorgung in Düsseldorf kostet

    Gemeint ist die gesamte Implantat-Versorgung (inklusive Zahnersatz, etwa der Krone). Die tatsächlichen Kosten hängen von Ihrer Situation ab, etwa von Material, Position und einem möglichen Knochenaufbau. Die folgenden Werte sind beispielhafte Orientierungswerte, kein verbindliches Angebot.

    Orientierungswerte auf einen Blick

    Beispielhafte Preisspannen für eine Implantat-Versorgung in Düsseldorf, kein verbindliches Angebot:

    Chirurgischer Teil (Implantation)ca. 900–1.500 €
    Prothetischer Teil (Zahnersatz)ca. 700–1.500 €
    Einzelimplantat inklusive Kroneca. 2.200–4.500 €
    Mit zusätzlichem Knochenaufbaubis ca. 5.000 €

    Exemplarische Orientierungswerte 2026, kein verbindliches Angebot. Den gesetzlichen Festzuschuss zahlt Ihre Krankenkasse befundbezogen zur Regelversorgung: 60 Prozent ohne Bonusheft, 70 Prozent nach 5 Jahren und 75 Prozent nach 10 Jahren lückenlos geführtem Bonusheft, im Härtefall 100 Prozent. Die Beträge sind bundeseinheitlich und wurden für 2026 um etwa 5 Prozent erhöht.9

    Ihr persönlicher Kostenplan: Erst nach der Untersuchung erstellen wir Ihren Heil- und Kostenplan (HKP). Er schlüsselt die Kosten Ihrer Behandlung auf und gibt Ihnen Kostensicherheit, bevor Sie sich entscheiden.

    Bequem in Raten zahlen

    Über unseren Abrechnungsdienstleister Health AG (Sitz in Hamburg) können Sie Ihre Implantat-Rechnung in monatlichen Raten zahlen. Sie wählen Ihr Ratenmodell selbst, die einzige Voraussetzung ist eine monatliche Mindestrate von 25 Euro.

    Bis zu 12 Monate zinsfrei

    Bei einer Laufzeit von 6 Monaten ist die Ratenzahlung vollständig zins- und gebührenfrei. Auch bei 12 gleichen Monatsraten entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die erste Rate muss innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsdatum bei der Health AG eingehen.

    Laufzeit bis zu 48 Monaten

    Für eine Laufzeit von mehr als 12 Monaten (höchstens 48 Monate) berechnet die Health AG ab der ersten Rate einen Zinssatz von 9,9 Prozent pro Jahr zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 1,5 Prozent auf den offenen Rechnungsbetrag.

    Kostenrechner: Was zahle ich voraussichtlich selbst?

    Stellen Sie Ihre Situation ein. Der Rechner zeigt eine Orientierung zum Eigenanteil. Der gesetzliche Festzuschuss ist nach den 2026 gültigen Beträgen hinterlegt; die Behandlungskosten sind Orientierungswerte, kein Angebot.

    Behandlungskosten (Orientierung)
    Gesetzlicher Festzuschuss
    Ihr voraussichtlicher Eigenanteil

    Der Festzuschuss bezieht sich auf die Regelversorgung des Zahnersatzes, nicht auf das Implantat selbst (Privatleistung). Festzuschuss-Beträge nach KZBV-Befundkatalog 2026; Behandlungskosten sind Spannen-Orientierungswerte und ersetzen keinen Heil- und Kostenplan (HKP).

    Ihre Spezialisten

    6 erfahrene Behandler auf der Königsallee

    Implantate sind bei uns Spezialistensache. Unser Team vereint mehrere Jahrzehnte Erfahrung, akademische Lehre und berufspolitisches Engagement. Mehrere unserer Ärzte wurden von FOCUS als empfohlene Mediziner ausgezeichnet.

    Dr. Dr. Martin Bonsmann, Facharzt für MKG-Chirurgie, Fachzahnarzt für Oralchirurgie

    Dr. Dr. Martin Bonsmann

    Facharzt für MKG-Chirurgie, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
    Mitbegründer der Praxis, 1994
    • Referatsleiter Implantologie der DGMKG
    • Vorstand DGI-Landesverband NRW
    • Lehraufträge Frankfurt und Birmingham
    • Co-Autor eines Implantat-Patientenratgebers

    „Sichern Sie sich einen Vorsprung durch Wissen.“

    Sprachen: Deutsch, Englisch
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    FOCUS-Empfehlung 2025FOCUS-Siegel Implantologie 2025FOCUS-Siegel Oralchirurgie 2025
    Dr. Wolfgang Diener M.Sc., Facharzt für MKG-Chirurgie, M.Sc. Implantology

    Dr. Wolfgang Diener M.Sc.

    Facharzt für MKG-Chirurgie, M.Sc. Implantology
    Mitbegründer der Praxis, 1994
    • Master of Science Implantology (Witten-Herdecke)
    • Referent am Karl-Häupl-Institut Düsseldorf
    • Referentenzertifizierung Konsensuskonferenz Implantologie

    „Wir lieben unseren Beruf und möchten jeden Patienten zu einem zufriedenen Patienten machen.“

    Sprachen: Deutsch, Englisch
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    FOCUS-Empfehlung 2025FOCUS-Siegel Implantologie 2025FOCUS-Siegel Oralchirurgie 2025
    Dr. Sebastian Becher, Fachzahnarzt für Parodontologie

    Dr. Sebastian Becher

    Fachzahnarzt für Parodontologie
    Partner seit 2016
    • Promotion summa cum laude
    • Wissenschaftspreis der Wittener Universitätsgesellschaft 2007
    • DGP-Spezialist für Parodontologie
    • Forschung zu Gewebe um Zähne und Implantate

    „Nur gesundes Zahnfleisch trägt ein Implantat dauerhaft.“

    Sprachen: Deutsch, Englisch
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    FOCUS-Empfehlung 2025FOCUS-Siegel Implantologie 2025FOCUS-Siegel Parodontologie 2025
    Dr. Dr. Hans-Peter Ulrich M.Sc., Facharzt für MKG-Chirurgie, M.Sc. Implantology

    Dr. Dr. Hans-Peter Ulrich M.Sc.

    Facharzt für MKG-Chirurgie, M.Sc. Implantology
    im Team seit 2023
    • Ehemaliger Präsident der DGMKG (2002–2008)
    • Vize-Präsident der UEMS (2011–2014)
    • Implantatgutachter der Berufsverbände seit 1996
    • Goldene Ehrennadel des BDO
    Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
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    Dr. Moritz Rettich, Fachzahnarzt für Oralchirurgie

    Dr. Moritz Rettich

    Fachzahnarzt für Oralchirurgie
    im Team seit 2024
    • Weiterbildung St. Lukas-Klinik Solingen
    • Promotion Universität Bonn 2025
    • Mitglied BDO und DGZI

    „Ihr Vertrauen und Ihre Zufriedenheit stehen für mich an erster Stelle.“

    Sprachen: Deutsch, Englisch
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    Dr. Maximilian Benjamin Kellner, Facharzt für MKG-Chirurgie, Fachzahnarzt für Oralchirurgie

    Dr. Maximilian Benjamin Kellner

    Facharzt für MKG-Chirurgie, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
    im Team seit 2025
    • Promotion magna cum laude (HHU Düsseldorf)
    • Zertifizierter Anwender Botulinumtoxin (DGBT)
    • Tätig an den Standorten Königsallee 53 und 68

    „Mein Ziel ist immer die bestmögliche individuelle Lösung für Sie.“

    Sprachen: Deutsch, Englisch
    ECDI-Kompetenzzentrum

    Wir gehören zu einem geprüften Verbund

    Die Kieferchirurgie Königsallee ist Gründungsmitglied der European Centers for Dental Implantology (ECDI), einem Zusammenschluss führender Implantologen in Deutschland und Europa. Das ECDI-Siegel tragen nur Praxen, die strenge Aufnahmekriterien erfüllen:

    • mindestens 15 Jahre Tätigkeit der Ärzte
    • mindestens 3.000 gesetzte Implantate
    • wissenschaftliche Forschung und Publikationen
    • Zertifizierung als Referent und Tätigkeit als Gutachter
    • Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015

    Für Sie als Patient bedeutet das geprüfte, transparente Qualität. Das eigentliche Vertrauen aber gilt den Menschen, die Sie behandeln: dem Team der Kieferchirurgie Königsallee.

    ECDI-Siegel: Leading Center, ISO 9001 zertifiziert
    Standort und Anfahrt

    So finden Sie uns auf der Königsallee

    Sie finden uns an zwei Adressen direkt auf der Kö, gut erreichbar mit Bahn und Auto, einen Steinwurf von der Altstadt entfernt.

    Praxisstandort Königsallee 68 in Düsseldorf
    Hauptstandort

    Königsallee 68

    40212 Düsseldorf · mit eigener Privatklinik im 2. Obergeschoss
    Barrierefreier Standort Königsallee 53 bis 55
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    Königsallee 53–55

    40212 Düsseldorf · rollstuhlgerecht, behindertengerechte Toilette, Behinderten-Parkplätze in der Nähe
    SprechzeitenMo bis Do 07:30–19:30 · Fr 07:30–18:00
    ÖPNVU-Bahn Steinstraße/Königsallee
    ParkenParkhaus Kö-Galerie (APCOA), ca. 200 m
    Tipp für Neupatienten: Den Anamnesefragebogen können Sie bequem vorab online ausfüllen. Unsere Öffnungszeiten bis 19:30 Uhr erleichtern die Terminplanung auch neben dem Beruf.
    Patientenerfahrungen

    Das sagen unsere Patientinnen und Patienten

    Häufige Fragen

    Antworten auf einen Blick

    Sind Zahnimplantate schmerzhaft?
    Der Eingriff erfolgt unter Betäubung und ist schmerzfrei. Auf Wunsch behandeln wir im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose. Ein leichter Wundschmerz danach lässt sich gut mit Medikamenten behandeln.
    Wie lange dauert die Einheilung?
    Im Unterkiefer heilt ein Implantat in etwa 6 Wochen bis 3 Monaten ein, im Oberkiefer in 4 bis 6 Monaten. Bei einem Knochenaufbau kann es länger dauern.
    Wie lange hält ein Zahnimplantat?
    Große Übersichtsarbeiten zeigen ein Zehn-Jahres-Überleben von 94 bis 96 Prozent. Bei guter Pflege und regelmäßiger Nachsorge halten Implantate oft deutlich länger, unter günstigen Bedingungen ein Leben lang.
    Was kostet eine Implantat-Versorgung in Düsseldorf?
    Eine Implantat-Versorgung mit einem Einzelimplantat und Krone liegt orientierend bei etwa 2.200 bis 4.500 Euro, mit Knochenaufbau bis rund 5.000 Euro. Ihren persönlichen Kostenplan halten wir im Heil- und Kostenplan fest.
    Zahlt die Krankenkasse mit?
    Die gesetzliche Kasse zahlt einen befundbezogenen Festzuschuss zum Zahnersatz, nicht zum Implantat selbst. Mit lückenlos geführtem Bonusheft erhöht sich der Zuschuss. Den Antrag stellen Sie vor Behandlungsbeginn über den Heil- und Kostenplan.
    Geht ein Implantat auch bei zu wenig Knochen?
    Häufig ja. Mit einem Knochenaufbau oder einem Sinuslift schaffen wir die nötige Grundlage, oft im selben Eingriff wie die Implantation. Studien belegen auch bei wenig Restknochen hohe Erfolgsraten.
    Bin ich als Angstpatient bei Ihnen richtig?
    Ja. Wir haben langjährige Erfahrung mit Angstpatienten, ein eigenes Anästhesie-Team und führen beim ersten Termin bewusst keinen Eingriff durch.
    Titan oder Keramik, was ist besser?
    Beide Materialien sind gut verträglich und erprobt. Titan hat die längere Langzeitdokumentation, Keramik ist metallfrei und besonders bei Titan-Unverträglichkeit oder hohem ästhetischen Anspruch sinnvoll. Wir beraten Sie individuell.
    Wie pflege ich mein Implantat?
    Wie einen natürlichen Zahn: gründliche tägliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrolle. Das ist der wichtigste Schutz vor einer Implantat-Entzündung und damit für die Langlebigkeit.
    Bekomme ich mit All-on-4 feste Zähne an einem Tag?
    Bei einem zahnlosen Kiefer ist das oft möglich. Wir setzen vier Implantate, verblocken sie und befestigen bei ausreichender Stabilität noch am selben Tag eine festsitzende provisorische Brücke. Die endgültige Versorgung folgt nach etwa 6 bis 12 Monaten Einheilung. Ob eine Sofortbelastung möglich ist, klären wir nach der 3D-Diagnostik.
    Was ist eine Sofortimplantation?
    Bei der Sofortimplantation setzen wir das Implantat in derselben Sitzung, in der wir den Zahn entfernen, direkt in das frische Zahnfach. Das spart einen zweiten Eingriff. Möglich ist das nur bei stabiler, entzündungsfreier Knochenwand und günstiger Ausgangslage. Die Erfolgsaussichten liegen statistisch leicht unter denen eines später gesetzten Implantats, weshalb wir die Voraussetzungen vorher genau prüfen.
    Was ist besser: Implantat oder Brücke?
    Das hängt von Ihrer Situation ab. Ein Implantat schont die Nachbarzähne und erhält den Kieferknochen, erfordert aber einen kleinen Eingriff. Eine Brücke kommt ohne Operation aus, setzt aber das Beschleifen von zwei Nachbarzähnen voraus und ist vor allem sinnvoll, wenn diese ohnehin überkront werden müssen.
    Kann ich auch mit einer Vorerkrankung ein Implantat bekommen?
    Häufig ja. Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind keine grundsätzliche Gegenanzeige, wenn sie gut eingestellt sind. Bei Osteoporose-Medikamenten wie Bisphosphonaten stimmen wir uns vorher mit Ihrem Arzt ab. Rauchen erhöht das Risiko, weshalb wir einen Rauchstopp empfehlen.
    Was passiert, wenn sich mein Implantat entzündet?
    Eine Entzündung um das Implantat (Periimplantitis) ist behandelbar, vor allem wenn sie früh erkannt wird. Ist nur das Zahnfleisch betroffen, genügt eine professionelle Reinigung. Ist der Knochen betroffen, behandeln wir chirurgisch. Unser Ziel ist immer der Erhalt des Implantats.
    Bin ich für ein Implantat zu alt?
    Für ein Implantat gibt es keine feste Altersgrenze. Entscheidend sind der allgemeine Gesundheitszustand und das Knochenangebot, nicht das Lebensalter. Wir klären das in der Voruntersuchung.
    Begriffe verständlich erklärt

    Glossar: die wichtigsten Fachbegriffe

    Rund um Zahnimplantate fallen viele Fachbegriffe. Hier finden Sie die wichtigsten kurz und verständlich erklärt.

    Implantat
    Eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Titan oder Keramik, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort einen festen Halt für Zahnersatz schafft.
    Osseointegration
    Das feste Verwachsen des Implantats mit dem Kieferknochen. Sie ist die Grundlage für die dauerhafte Belastbarkeit und dauert je nach Kiefer einige Wochen bis Monate.
    Abutment (Aufbauteil)
    Das Verbindungsstück zwischen dem im Knochen verankerten Implantat und dem sichtbaren Zahnersatz. Bei zweiteiligen Implantaten wird es nach der Einheilung eingesetzt.
    Sofortimplantation
    Das Einsetzen des Implantats in derselben Sitzung, in der der Zahn entfernt wird, direkt in das frische Zahnfach.
    Sofortbelastung
    Die Versorgung des Implantats mit festsitzendem Zahnersatz innerhalb von ein bis drei Tagen nach dem Einsetzen. Sie setzt einen besonders festen Sitz des Implantats voraus.
    All-on-4
    Eine festsitzende Brücke für den zahnlosen Kiefer, die auf nur vier Implantaten ruht, zwei davon nach vorne geneigt.
    Sinuslift
    Ein Knochenaufbau im Bereich der Kieferhöhle, der im Oberkiefer-Seitenzahnbereich genügend Knochenhöhe für ein Implantat schafft.
    Periimplantitis
    Eine Entzündung des Gewebes um ein Implantat, die im fortgeschrittenen Stadium den stützenden Knochen abbaut. Früh erkannt, ist sie gut behandelbar.
    DVT (digitale Volumentomografie)
    Ein strahlungsarmes, dreidimensionales Röntgenverfahren, mit dem wir den Kiefer räumlich darstellen und jedes Implantat genau planen.
    Heil- und Kostenplan (HKP)
    Eine schriftliche Aufstellung der geplanten Behandlung und ihrer Kosten. Sie ist die Grundlage für den Zuschuss Ihrer Krankenkasse und gibt Ihnen Kostensicherheit.
    Dr. Sebastian Becher, Fachzahnarzt für Parodontologie
    Medizinisch geprüft von Dr. Sebastian Becher, Fachzahnarzt für Parodontologie, Kieferchirurgie Königsallee Düsseldorf. Die fachlichen Inhalte dieser Seite wurden von Dr. Becher geprüft und auf Grundlage der unten genannten wissenschaftlichen Quellen erstellt. Zuletzt aktualisiert: Mai 2026. Zum Profil von Dr. Becher
    Wissenschaftliche Grundlage

    Quellen zu Zahnimplantaten

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    2. Moraschini, V., Poubel, L. A. da C., Ferreira, V. F., & Barboza, E. dos S. P. (2015). Evaluation of survival and success rates of dental implants reported in longitudinal studies with a follow-up period of at least 10 years: A systematic review. International Journal of Oral and Maxillofacial Surgery, 44(3), 377–388. https://doi.org/10.1016/j.ijom.2014.10.023
    3. Windael, S., Vervaeke, S., De Buyser, S., De Bruyn, H., & Collaert, B. (2020). The long-term effect of smoking on 10 years’ survival and success of dental implants: A prospective analysis of 453 implants in a non-university setting. Journal of Clinical Medicine, 9(4), 1056. https://doi.org/10.3390/jcm9041056
    4. Fernandes, P. R. E., Otero, A. I. P., Fernandes, J. C. H., Nassani, L. M., Castilho, R. M., & de Oliveira Fernandes, G. V. (2022). Clinical performance comparing titanium and titanium–zirconium or zirconia dental implants: A systematic review of randomized controlled trials. Dentistry Journal, 10(5), 83. https://doi.org/10.3390/dj10050083
    5. Tang, C., Du, Q., Luo, J., & Peng, L. (2022). Simultaneous placement of short implants (≤ 8 mm) versus standard length implants (≥ 10 mm) after sinus floor elevation in atrophic posterior maxillae: A systematic review and meta-analysis. International Journal of Implant Dentistry, 8(1), 45. https://doi.org/10.1186/s40729-022-00443-1
    6. Lin, Z.-Z., Jiao, Y.-Q., Ye, Z.-Y., Wang, G.-G., & Ding, X. (2021). The survival rate of transcrestal sinus floor elevation combined with short implants: A systematic review and meta-analysis of observational studies. International Journal of Implant Dentistry, 7(1), 40. https://doi.org/10.1186/s40729-021-00325-y
    7. Tallarico, M., Meloni, S. M., Canullo, L., Caneva, M., & Polizzi, G. (2016). Five-year results of a randomized controlled trial comparing patients rehabilitated with immediately loaded maxillary cross-arch fixed dental prosthesis supported by four or six implants placed using guided surgery. Clinical Implant Dentistry and Related Research, 18(5), 965–972. https://doi.org/10.1111/cid.12380
    8. Chrcanovic, B. R., Albrektsson, T., & Wennerberg, A. (2015). Dental implants inserted in fresh extraction sockets versus healed sites: A systematic review and meta-analysis. Journal of Dentistry, 43(1), 16–41. https://doi.org/10.1016/j.jdent.2014.11.007
    9. Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV). (2026). Festzuschüsse zum Zahnersatz: Befundorientierte Festzuschüsse, gültig ab 1. Januar 2026. https://www.kzbv.de/zahnaerzte/rechtsgrundlagen/festzuschuesse/

    Die genannten Erfolgs- und Überlebensraten beziehen sich auf die aufgeführten systematischen Übersichtsarbeiten, Metaanalysen und Langzeitstudien. Individuelle Ergebnisse können abweichen und hängen von Ihrer persönlichen Ausgangssituation ab.

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    Wir beurteilen in Ruhe, ob ein Implantat für Sie sinnvoll ist. Der erste Termin dient nur dem Gespräch und der Untersuchung, ganz ohne Eingriff.