Private Krankenversicherungen für Beamte

Dr. med. Dr. med. dent. Thomas Müller-Hotop, M.Sc.
Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Thomas Müller-Hotop, M.Sc.
Veröffentlicht: 16.02.2021
Aktualisiert: 28.08.2025
Lesezeit: 15 Min.

Die private Krankenversicherung ist für Beamte preiswerter als die gesetzliche Krankenversicherung. Der Grund dafür ist der Anspruch eines Beamten auf Beihilfe, die von seinem Dienstherrn geleistet werden muss.

Beträgt die Beihilfe beispielsweise 50 %, wird die Hälfte der Gesundheitskosten vom Dienstherrn übernommen. Die private Krankenversicherung muss somit auch nur die Hälfte der Gesundheitskosten tragen. Diese sogenannten Beihilfetarife fallen daher in den zu zahlenden Beiträgen für Sie als Beamten deutlich günstiger aus.

Staatliche Beihilfe

Der Umfang der Beihilfe hängt von verschiedenen Faktoren ab und richtet sich nach dem Bundes- bzw. dem jeweiligen Landesrecht. Er kann je nach Familienkonstellation bis zu 80 % betragen und räumt den Beamten in den Kosten ihres Tarifs somit eine Sonderstellung ein.

Bundesbeamte Beihilfesatz
Beamter 50%
Beamter mit ≥ 2 Kinder 70%
Beamter im Ruhestand 70%
Ehepartner des Beamten 70%
Kinder (bei Kindergeldbezug) des Beamten 80%

Vorteile der privaten Krankenversicherung

Das Sozialgesetzbuch befreit Sie als Beamten von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Anders als ein Angestellter müssten Sie in der gesetzlichen Krankenkasse den vollen Beitragssatz bezahlen, ohne Zuschuss des Arbeitgebers zu erhalten. Zusätzlich würden die Beihilfen des Dienstherrn entfallen, weshalb es für Sie teurer wäre, sich freiwillig gesetzlich zu versichern.

Befinden Sie sich noch in der Ausbildung zum Beamten, bieten Ihnen die Versicherer die Wahl eines sogenannten Anwärtertarifs. Dieser bietet günstigere Beiträge, da hier keine Altersrückstellungen gebildet werden. Nach erfolgreicher Verbeamtung wird der Tarif in eine reguläre Beihilfeversicherung umgewandelt.

Die Leistungen der Beihilfetarife unterscheiden sich generell nicht zu den regulären Tarifen privater Krankenversicherer. Je nach Tarif kann beispielsweise zwischen einem Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus gewählt oder eine Chefarztbehandlung in Anspruch genommen werden.

Für die genauen Tarifdetails, die je nach Vertrag unterschiedlich ausfallen, ist ein genauer Vergleich der einzelnen Policen notwendig. Nutzen Sie dafür unseren kostenlosen Vergleichsrechner und finden Sie den auf Sie zugeschnittenen Tarif.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist nur über die Arztsuche möglich. Mehr Informationen finden Sie in unserem Haftungsausschluss für Gesundheitsthemen.

Finanzierung: PKV & Zusatzschutz im Überblick

  • PKV für Ärzte bietet günstige Beiträge, stabile Leistungen und hohe Erstattung, auch für Medizinstudenten.

  • In der privaten Krankenversicherung benötigt jedes Kind einen eigenen, separaten Versicherungstarif.

  • Studenten können 3 Monate nach Einschreibung in die PKV wechseln, abhängig von Kosten, Leistungen und Familiensituation.

  • Ab 57.600 € Jahresbrutto ist der Wechsel in die PKV möglich, oft günstiger und hochwertiger für junge, gesunde Menschen.

  • Für Beamte ist die private Krankenversicherung günstiger, da der Dienstherr über die Beihilfe einen Großteil der Kosten übernimmt.

  • Die private Krankenversicherung bietet mehr Leistungen als die gesetzliche und ermöglicht individuellere, umfassendere medizinische Versorgung.

  • Das Bonusheft wurde vor ca. 25 Jahren eingeführt und ist ein Nachweis für Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt.

  • Gesetzlich versicherte Geringverdiener würden durch die notwendige Zuzahlung beim Zahnersatz finanziell besonders stark belastet.