Saalepraxis · Standort Erfurt · ECDI-Zentrum

Zahnimplantate in Erfurt

Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Fachzahnärzte für Oralchirurgie mitten in der Erfurter Altstadt. Wir planen Ihr Implantat dreidimensional und operieren örtlich betäubt, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose, mit unserem Anästhesisten im Haus. Den Zahnersatz fertigt danach Ihr Hauszahnarzt an.

  • Facharzt-Chirurgie, seit 1992 im Verbund der Saalepraxis
  • eigener Narkosearzt am Standort Erfurt
  • mit oder ohne Überweisung
Fachlich verantwortet von Dr. med. Jörg-Ulf Wiegner, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Zuletzt aktualisiert: September 2026
Gebäude der Saalepraxis Erfurt, Am Johannestor 23 in der Erfurter Altstadt
4,6 ★ Google83 Rezensionen für Erfurt
seit 1992Saalepraxis, gegründet in Saalfeld
5Standorte in Thüringen
MKGFachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
NarkosearztFacharzt für Anästhesiologie am Standort
ECDIzertifiziertes Zentrum für Implantologie
Ihr Weg zu uns

Mit Überweisung, ohne Überweisung oder im Notfall: So kommen Sie in Erfurt zu uns

Die Saalepraxis ist eine Überweiserpraxis: Wir übernehmen den chirurgischen Teil, Ihr Hauszahnarzt den Zahnersatz. Drei Wege führen zu uns.

Ihr Zahnarzt überweist Sie

Der Normalfall. Ihr Zahnarzt stellt fest, dass ein Zahn nicht zu retten ist oder eine Lücke geschlossen werden soll, und überweist Sie für das Implantat zu uns. Bringen Sie die Überweisung, vorhandene Röntgenbilder und Ihre Medikamentenliste mit. Nach dem Eingriff schicken wir ihm einen Arztbrief oder rufen ihn an.

Sie kommen direkt

Auch ohne Überweisung bekommen Sie einen Beratungstermin. Wir untersuchen, röntgen und sagen Ihnen, ob ein Implantat sinnvoll ist. Für die Krone oder Brücke brauchen Sie einen Zahnarzt; haben Sie keinen, stimmen wir das Vorgehen mit einer Praxis Ihrer Wahl ab.

Sie haben akute Beschwerden

Schmerzt ein Zahn, ist ein Weisheitszahn entzündet oder ein Implantat gelockert, beraten und behandeln wir Sie in einem Termin. Rufen Sie an, bevor Sie kommen: 0361 659320.

Was Sie zum ersten Termin mitbringen
  • Versichertenkarte
  • Überweisung, falls vorhanden
  • aktuelle Medikamentenliste und Allergiepass
  • Röntgenbilder Ihres Zahnarztes und
  • die Telefonnummer Ihres Hausarztes
Der erste Termin ist ein Gespräch mit Untersuchung, kein Eingriff.
Saalepraxis Erfurt

Wer Sie Am Johannestor behandelt

Die Saalepraxis wurde 1992 in Saalfeld gegründet und ist heute an fünf Standorten in Thüringen vertreten: Saalfeld, Erfurt, Ilmenau, Kahla und Arnstadt. Fünf Gesellschafter führen die Praxis gemeinsam, darunter Dr. med. Jörg-Ulf Wiegner, von 2018 bis 2020 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, und Dr. med. Maximilian Seidl, der seit 2025 den Standort Erfurt als Gesellschafter verantwortet.

In Erfurt operieren Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Fachzahnärzte für Oralchirurgie; ein Facharzt für Anästhesiologie gehört zum Team des Standorts. Drei der heutigen Ärzte der Saalepraxis haben ihre Facharztausbildung im eigenen Haus durchlaufen: Die Landesärztekammer und die Landeszahnärztekammer Thüringen haben die Praxis zur Weiterbildung ermächtigt.

Drei Worte beschreiben, woran Sie uns messen können: wohnortnah, bezahlbar, schonend. Wir arbeiten leitlinienorientiert, setzen also Verfahren ein, deren Nutzen in Studien belegt ist, und beteiligen uns selbst an Studien mit der TU Dresden und der Universität Mainz.

Gebäude der Saalepraxis Erfurt Am Johannestor 23
Die Saalepraxis Erfurt Am Johannestor 23: Parkplätze vor dem Haus, Straßenbahn in 150 Metern

Wir operieren, Ihr Zahnarzt fertigt den Zahnersatz

Wir setzen das Implantat und, wenn nötig, den Knochen. Krone, Brücke oder Prothese fertigt Ihr Hauszahnarzt an. So bleibt Ihr Zahnarzt Ihr Ansprechpartner, und zwei Spezialisten kümmern sich um je einen Teil.

Warum Sie für eine Narkose nicht in die Klinik müssen

Für Dämmerschlaf und Vollnarkose ist in Erfurt Dr. med. Christian Icke, Facharzt für Anästhesiologie, im Team. Er leitet die Narkose in der Praxis ein und überwacht Sie bis zum Aufwachen.

Grundlagen

Was ein Zahnimplantat leistet und für wen es passt

Ein Zahnimplantat ersetzt die Wurzel, nicht den Zahn. Es ist eine Schraube aus Titan, seltener aus Keramik, die wir in den Kieferknochen setzen. Der Knochen wächst in den folgenden Monaten an ihre Oberfläche heran (Osseointegration), bis sie so fest sitzt wie eine eigene Wurzel. Erst dann bekommt sie ihren Aufbau und den sichtbaren Zahnersatz.

Weil das Implantat den Kiefer beim Kauen belastet wie ein Zahn, bleibt der Knochen an dieser Stelle erhalten. Eine Brücke oder Prothese kann das nicht: Unter ihr baut der Kiefer über die Jahre ab. Und anders als eine Brücke braucht ein Implantat keine beschliffenen Nachbarzähne.

  • Ein Zahn fehlt: ein Implantat, eine Krone, die Nachbarzähne bleiben unberührt.
  • Mehrere Zähne nebeneinander fehlen: zwei Implantate tragen eine Brücke; nicht jeder Zahn braucht ein eigenes Implantat.
  • Die hinteren Zähne fehlen: Implantate ersetzen die Backenzähne fest, wo eine Brücke keinen Pfeiler mehr hätte.
  • Der Kiefer ist zahnlos: 2 bis 4 Implantate halten eine Prothese sicher, 4 bis 6 Implantate tragen eine feste Brücke.
3D-Illustration eines Zahnimplantats mit Implantat-Körper, Aufbau und Krone
Drei Teile: Implantat-Körper im Knochen, Aufbau (Abutment) und Krone
Diagnostik

Warum wir vor dem ersten Schnitt Ihren Kiefer in drei Dimensionen sehen wollen

Ein gewöhnliches Röntgenbild zeigt den Kiefer flach. Für ein Implantat müssen wir aber wissen, wie breit und wie hoch der Knochen ist, wo der Nerv im Unterkiefer verläuft und wo im Oberkiefer die Kieferhöhle beginnt. Deshalb arbeitet die Saalepraxis seit 2007 mit einem dreidimensionalen Röntgen des Kiefers (digitale Volumentomographie, DVT), das deutlich weniger Strahlung abgibt als eine Computertomographie.

Am Bildschirm rekonstruieren wir Ihren Kiefer aus den Schichtaufnahmen und setzen das Implantat zuerst virtuell: an die Stelle, an der später der Zahn stehen soll. Diese Planung vom Ergebnis her heißt Backward-Planning. Sie zeigt oft, dass sich ein Knochenaufbau vermeiden lässt, wenn wir den vorhandenen Knochen geschickt ausnutzen.

  • DVT-Aufnahme: wenige Sekunden, Kiefer und Kieferhöhle in einem Datensatz.
  • Virtuelle Implantat-Position: mit sicherem Abstand zu Nerv und Kieferhöhle.
  • Bohrschablone auf Wunsch: überträgt die geplante Position auf den Kiefer (navigierte Implantation).
  • Befund am Bildschirm: Sie sehen Ihre Aufnahme, bevor Sie sich entscheiden.
3D-Illustration eines Titanimplantats im Kieferknochen
Die geplante Position: Das Implantat sitzt dort, wo später die Krone steht
[zu prüfen: Steht das DVT-Gerät in Erfurt selbst oder wird die Aufnahme an einem anderen Standort der Saalepraxis angefertigt?]
Knochenaufbau

Wann wir einen Knochenaufbau vermeiden und wann wir ihn brauchen

Fehlt ein Zahn länger, schwindet der Knochen darunter. Die Saalepraxis verfolgt dabei eine Doppelstrategie: erst prüfen, ob die 3D-Planung den Aufbau überflüssig macht, dann, wenn nötig, aufbauen, vom kleinen Sinuslift bis zum Knochenblock.

Fehlt im Oberkiefer ein Backenzahn, dehnt sich die Kieferhöhle nach unten aus, und der Knochen darunter wird dünn. Beim Sinuslift heben wir ihren Boden an und füllen den Raum darunter mit Knochenmaterial. Bei mittlerer Restknochenhöhe geht das durch das Bohrloch für das Implantat (interner Sinuslift), bei sehr wenig Knochen über ein kleines seitliches Fenster (externer Sinuslift).

Ist der Kieferkamm zu schmal, dehnen wir ihn auf (Bone-Spreading) oder verbreitern ihn mit Knochenersatzmaterial. Nach einer Zahnentfernung füllen wir das leere Zahnfach sofort auf, damit der Knochen gar nicht erst abbaut (Socket Preservation). Für große Defekte verpflanzen wir einen Knochenblock, bei Bedarf vom Beckenkamm, oder lassen den Knochen durch langsames Auseinanderziehen nachwachsen (Distraktion).

Die Restknochenhöhe allein ist kein Ausschlussgrund: Nach einem Sinuslift heilen kurze Implantate und Standardimplantate auch bei wenig Restknochen gleich zuverlässig ein.56 Kurze Implantate ganz ohne Sinuslift halten nach 5 Jahren fast ebenso gut wie Standardimplantate mit Sinuslift, bei weniger Knochenverlust und weniger biologischen Komplikationen, also Problemen am Gewebe um das Implantat.10

3D-Illustration eines externen Sinuslifts im Oberkiefer
Externer Sinuslift: Wir heben den Kieferhöhlenboden über ein seitliches Fenster an und füllen den Raum darunter
Interner Sinuslift, 3D-Illustration

Kieferhöhle von innen anheben

Interner Sinuslift: durch das Implantat-Bett hindurch, meist zusammen mit dem Implantat in einem Eingriff.

Bone-Spreading am schmalen Kieferkamm, 3D-Illustration

Kieferkamm dehnen statt abtragen

Bone-Spreading: Wir dehnen den schmalen Kieferkamm, bis das Implantat Platz hat.

Einzelne Zahnlücke, 3D-Illustration

Zahnfach sofort auffüllen

Socket Preservation: Wir füllen das Zahnfach direkt nach der Zahnentfernung auf, damit der Knochen für das spätere Implantat erhalten bleibt.

Als Ersatzmaterial verwenden wir Knochenersatz eines etablierten Herstellers (Geistlich) oder Ihren eigenen Knochen. Was in Ihrem Fall nötig ist, entscheidet die dreidimensionale Aufnahme, nicht die Routine.
Betäubung und Angst

Örtlich betäubt, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose: Sie wählen, wir raten

Angst vor der Behandlung ist in Erfurt kein Grund, sie aufzuschieben. Sagen Sie es bei der Terminvereinbarung, dann planen wir die Betäubung von Anfang an mit Ihnen.

Aus diesen drei Verfahren wählen Sie

1

Örtlich betäuben

Wir betäuben das Operationsgebiet mit einer Spritze. Sie bleiben wach, hören und spüren Druck, aber in der Regel keinen Schmerz. Danach fahren Sie selbst nach Hause.

2

Im Dämmerschlaf behandeln (Analgosedierung)

Der Dämmerschlaf kombiniert Beruhigung und Schmerzausschaltung, über die Vene oder als Tablette. Sie sind gelöst und entspannt, bleiben ansprechbar und erinnern sich hinterher meist an wenig. Sie kommen in Begleitung und fahren an diesem Tag nicht selbst.

3

In Vollnarkose operieren (Intubationsnarkose)

Die Vollnarkose wählen wir für umfangreiche Eingriffe und für Patienten mit großer Angst. Dr. med. Christian Icke, Facharzt für Anästhesiologie, leitet die Narkose ein und überwacht Atmung, Herz und Kreislauf bis zum Aufwachen. Kinder behandeln wir in Vollnarkose, wenn es im Wachzustand nicht geht.

Welches Verfahren zu Ihnen passt

Das klären wir im Beratungsgespräch vor dem Eingriff: Wie groß ist der Eingriff, welche Vorerkrankungen haben Sie, wie groß ist Ihre Angst? Für einen Dämmerschlaf oder eine Vollnarkose kommen Sie nüchtern und mit einer Begleitperson, die Sie nach Hause bringt. Wir überwachen Sie nach dem Eingriff, bis Kreislauf und Atmung stabil sind, und entlassen Sie erst dann.

Auch Patienten mit geistiger oder körperlicher Behinderung behandeln wir ambulant in Narkose; die Aufklärung führen wir mit den Betreuern. In der Saalepraxis ist jeder Patient willkommen.

Wenn Sie Angst haben: So läuft der erste Termin ab

Der erste Termin ist ein Gespräch, kein Eingriff. Sie lernen den Chirurgen kennen, sehen Ihr Röntgenbild und entscheiden danach, ob und wie es weitergeht. Sagen Sie uns schon bei der Terminvereinbarung, dass Sie Angst haben; mehr braucht es nicht.

Vorerkrankungen

Diabetes, Blutverdünner, Rauchen, Alter: Was ein Implantat erschwert und was es ausschließt

Die meisten Vorerkrankungen erhöhen den Aufwand, schließen ein Implantat aber nicht aus. Nur wenige tun das. Wir trennen beides klar.

Diabetes: Gut eingestellt kein Hindernis

Wir brauchen den aktuellen Langzeitzuckerwert (HbA1c) und Ihre Medikamentenliste. Ein schlecht einstellbarer Diabetes verzögert die Einheilung und erhöht das Entzündungsrisiko; dann warten wir, bis die Einstellung stimmt.

Blutverdünner: Nie auf eigene Faust absetzen

Setzen Sie kein Medikament auf eigene Faust ab. Bei kleineren Eingriffen bleibt die Medikation meist unverändert; wir brauchen nur einen aktuellen Gerinnungswert. Vor größeren Eingriffen sprechen wir mit Ihrem Hausarzt oder Kardiologen ab, ob und wie Sie die Medikation anpassen.

Rauchen: Mehr Knochenverlust, mehr Verluste im Oberkiefer

Eine 10-Jahres-Studie an 453 Implantaten zeigt bei Rauchern deutlich mehr Knochenverlust am Implantat und im Oberkiefer ein 5,6-fach höheres Risiko für einen Implantat-Verlust.3 Bei starkem Rauchen implantieren wir nicht; bei mäßigem Rauchen klären wir das Risiko mit Ihnen.

Alter: Keine Grenze, aber ein höheres Risiko

Eine Altersgrenze gibt es nicht. Nach 10 Jahren kann das Verlustrisiko bei Patienten ab 65 etwa doppelt so hoch liegen wie bei jüngeren;1 entscheidend ist aber der Gesundheitszustand, nicht das Geburtsjahr.

Vier Gründe schließen ein Implantat aus
  • Kettenrauchen
  • ein dauerhaft unterdrücktes Immunsystem, etwa nach Organtransplantation oder unter hoch dosiertem Cortison
  • ein nicht einstellbarer Diabetes und
  • eine Mundhygiene, die ein Implantat nicht sauber hält
Ist ein Implantat für Sie nicht sinnvoll, raten wir ab und besprechen die Alternativen.
Material

Titan oder Keramik: Was die Studien sagen

Die Saalepraxis setzt Präzisionsimplantate etablierter Hersteller ein, in der Regel aus Titan. Keramik aus Zirkoniumdioxid ist auf Wunsch und nach Beratung möglich.

Titanimplantat, 3D-Illustration

Titan

  • seit Jahrzehnten der Werkstoff der Implantologie
  • 10-Jahres-Überleben rund 95 bis 96 %12
  • in randomisierten Studien 92,6 bis 100 % Überleben nach 1 bis 7 Jahren4
  • auch in schmalen Durchmessern belastbar
Keramikimplantat, 3D-Illustration

Keramik (Zirkoniumdioxid)

  • naturweiß, kein grauer Schimmer am Zahnfleischrand
  • gut körperverträglich (biokompatibel)
  • in randomisierten Studien 87,5 bis 91,3 % Überleben nach 1 bis 7 Jahren4
  • dünnere Langzeit-Studienlage als Titan

So lesen wir die Zahlen

Eine Übersicht randomisierter Studien mit 1 bis 7 Jahren Beobachtung fand für Titan- und Keramikimplantate ein ähnliches Verhalten des umgebenden Gewebes; die Überlebensraten lagen bei Titan (92,6 bis 100 %) aber höher als bei Zirkoniumdioxid (87,5 bis 91,3 %).4 Die S3-Leitlinie der deutschen Fachgesellschaften (Stand 2022, veröffentlicht 2024) stuft einteilige Keramikimplantate als valides und einsatzreifes Verfahren ein, das als Alternative empfohlen werden kann; zweiteilige Keramikimplantate nur nach eingehender Aufklärung.7 Welches Material zu Ihrem Befund passt, klären wir in der Beratung.

Haltbarkeit

Wie lange ein Implantat hält und was seine Lebensdauer verkürzt

Zwei große Übersichtsarbeiten haben Implantate über 10 Jahre und länger verfolgt. Die erste kommt auf 96,4 Prozent Überleben nach 10 Jahren, in einer vorsichtigen Rechnung mit allen Studienabbrechern auf 93,2 Prozent.1 Die zweite fasst 7.711 Implantate mit im Mittel 13,4 Jahren Beobachtung zusammen: 94,6 Prozent waren noch in Funktion.2 Das heißt: 93 bis 96 von 100 Implantaten überstehen das erste Jahrzehnt. Nach 20 Jahren waren in einer Auswertung prospektiver Studien noch rund 92 von 100 Implantaten in Funktion, in einer vorsichtigen Rechnung mit allen fehlenden Daten 78 von 100.8

Der häufigste Grund für einen späten Verlust ist eine Entzündung des Gewebes um das Implantat (Periimplantitis). Sie beginnt wie eine Zahnfleischentzündung, mit Bluten und Rötung, und greift unbehandelt auf den Knochen über. Rauchen erhöht den Knochenverlust am Implantat und das Verlustrisiko im Oberkiefer deutlich.3 Eine Übersicht über 44 Studien bestätigt das: Raucher verlieren Implantate häufiger und im Mittel 0,64 Millimeter mehr Knochen am Implantat.9

  • zweimal täglich putzen, einmal täglich Zahnzwischenraumbürsten am Implantat
  • zweimal im Jahr Implantat-Kontrolle und professionelle Reinigung beim Hauszahnarzt
  • bei Bluten oder Rötung am Implantat sofort melden, nicht abwarten
  • Verlust ist kein Ende: nach 3 bis 4 Monaten meist neu implantierbar
Brücke auf zwei Implantaten, 3D-Illustration
Zwei Implantate, eine Brücke: Auch hier entscheidet die Pflege am Zahnfleischrand über die Haltbarkeit

Früh erkennen

Ihr Hauszahnarzt misst bei der Kontrolle die Taschentiefe am Implantat und sieht Veränderungen, bevor Knochen verloren geht.

Gezielt behandeln

Bei einer Periimplantitis reinigen wir die Implantat-Oberfläche, entfernen Beläge und Bakterien und behandeln die Entzündung. Die Saalepraxis hat ihre Ergebnisse dazu selbst ausgewertet und veröffentlicht.

Knochen zurückgewinnen

Verlorenen Knochen bauen wir wieder auf, wo es geht. Ziel ist, das Implantat zu erhalten, nicht es zu entfernen.

Ablauf und Zeitplan

Von der Beratung bis zur Krone: Ihr Zeitplan in 5 Schritten

Ein Implantat ist kein einzelner Termin, sondern ein Weg über einige Monate. So sieht er in Erfurt aus.

Phase 1

Bei uns in Erfurt

1

Beraten und röntgen Termin 1

Wir hören zu, untersuchen Sie und fertigen die dreidimensionale Aufnahme an. Sie sehen Ihren Kiefer am Bildschirm und erfahren, ob ein Implantat sinnvoll ist.

  • Vorgeschichte, Medikamente, Röntgenbilder des Zahnarztes
  • Befund am Bildschirm erklärt
  • kein Eingriff an diesem Tag
2

Planen und den Heil- und Kostenplan erstellen Termin 2

Wir planen die Implantat-Position am 3D-Datensatz und stimmen den Zahnersatz mit Ihrem Zahnarzt ab. Sie erhalten den Heil- und Kostenplan für die Kasse.

  • Zahl und Position der Implantate
  • Knochenaufbau ja oder nein
  • Betäubungsart festgelegt
3

Implantat setzen Termin 3

Wir setzen das Implantat, bei Bedarf mit Knochenaufbau im selben Eingriff. Örtlich betäubt, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose, wie besprochen.

  • ambulant Am Johannestor
  • Überwachung nach Dämmerschlaf oder Narkose vor Ort
  • Verhaltensregeln und Schmerzmittel für die ersten Tage
4

Wunde kontrollieren, Implantat einheilen lassen Termin 4 und 5

Nach 7 bis 10 Tagen entfernen wir die Fäden. Dann heilt das Implantat 3 bis 6 Monate ein; im Oberkiefer und nach Knochenaufbau eher länger.

  • Fäden entfernen
  • Sitz kontrollieren nach der Einheilzeit
  • zurück zu Ihrem Zahnarzt, mit Arztbrief
Phase 2

Bei Ihrem Hauszahnarzt

5

Zahnersatz einsetzen und nachsorgen nach der Einheilung

Ihr Zahnarzt nimmt den Abdruck, das Labor fertigt die Krone oder Brücke, er setzt sie ein. Danach übernimmt er die Implantat-Kontrolle zweimal im Jahr.

  • Abdruck und Anprobe
  • dauerhafter Zahnersatz aus Keramik
  • Implantat-Prophylaxe beim Hauszahnarzt
Wie lange der Weg dauert, hängt vom Knochen ab: ohne Aufbau rund 4 bis 6 Monate bis zur Krone, mit Aufbau als eigenem Eingriff entsprechend länger. Wir nennen Ihnen den Zeitplan bei der Planung.
Kosten und Finanzierung

Was ein Implantat in Erfurt kostet und was die Kasse übernimmt

Bezahlbar gehört zu den drei Worten, an denen Sie uns messen sollen. Deshalb bekommen Sie vor der Behandlung einen Heil- und Kostenplan, in dem jede Position steht.

Was Implantate bundesweit kosten

Spannen aus Verbraucherberatung und Warentest, keine Angebote der Praxis. Ihren Preis bestimmen Befund, Knochen und Material.

Einzelimplantat mit Krone1.800–4.500 €
Knochenaufbau oder Sinuslift300–3.000 €
Feste Brücke auf 4 Implantaten (All-on-4)8.000–25.000 €
Zahnloser Kiefer, festsitzend12.000–20.000 €
Keramik statt Titan20–40 % Aufpreis

Quellen: Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest (Orientierungswerte, 2025/2026). Für Keramik zahlen Sie je Implantat meist 500 bis 1.500 € mehr.

Ohne Heil- und Kostenplan kein Festzuschuss: Reichen Sie ihn bei Ihrer Kasse ein, bevor wir beginnen. Die Festzuschuss-Beträge werden jährlich angepasst; wir nennen Ihnen im Gespräch den gültigen Stand.

So funktioniert der Festzuschuss

Für jeden Befund hat die gesetzliche Kasse eine Regelversorgung festgelegt, meist eine Brücke oder Prothese, und zahlt dazu einen festen Betrag. Diesen Betrag bekommen Sie auch, wenn Sie sich für ein Implantat entscheiden; das Implantat selbst und der Eingriff bleiben Ihre Privatleistung.

  • ohne Bonusheft: 60 % der Regelversorgung
  • Bonusheft 5 Jahre lückenlos: 70 %
  • Bonusheft 10 Jahre lückenlos: 75 %
  • Härtefall bei geringem Einkommen: bis zu 100 %

In Raten zahlen oder zusatzversichern

Fragen Sie uns nach einer Ratenzahlung über den Abrechnungspartner der Praxis [zu prüfen: aktueller Partner und Konditionen]. Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt je nach Tarif 50 bis 100 Prozent der Implantat-Kosten. Wichtig: Schließen Sie die Versicherung ab, bevor eine Behandlung angeraten ist; danach übernimmt sie in der Regel keine Kosten mehr.

Kostenrechner: Was zahle ich voraussichtlich selbst?

Stellen Sie Ihre Situation ein. Der Rechner zeigt eine Orientierung zum Eigenanteil. Der gesetzliche Festzuschuss ist nach den 2026 gültigen Beträgen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hinterlegt; die Behandlungskosten sind Orientierungswerte, kein Angebot.

Behandlungskosten (Orientierung)–
Gesetzlicher Festzuschuss–
Ihr voraussichtlicher Eigenanteil–

Unverbindliche Orientierung. Festzuschuss-Beträge nach der G-BA-Festzuschuss-Richtlinie 2026 (befundbezogene Regelversorgung). Ihr tatsächlicher Eigenanteil ergibt sich aus dem individuellen Heil- und Kostenplan.

Ihr Team in Erfurt

Wer in Erfurt operiert und wer Sie sonst noch betreut

Am Standort Erfurt behandeln Sie Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Fachzahnärzte für Oralchirurgie, ein Zahnarzt und ein Facharzt für Anästhesiologie. Die Ärzte der Saalepraxis wechseln zwischen den Standorten; wer Sie in Erfurt operiert, erfahren Sie bei der Planung.

Dr. med. Jörg-Ulf Wiegner, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Dr. med. Jörg-Ulf Wiegner

Arzt und Zahnarzt, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
seit 1992 niedergelassen in Saalfeld, Praxisgründer
  • Studium der Zahnmedizin und der Humanmedizin in Jena, Facharzt seit 1992
  • Tätigkeitsschwerpunkte Implantologie (DGMKG, 1999) und Parodontologie (2009)
  • Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 2018 bis 2020
Zum ECDI-Arztprofil
Tino Knorr, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Tino Knorr

Arzt und Zahnarzt, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Facharzt für Chirurgie und Notfallmedizin
  • Studium der Humanmedizin in Leipzig, Facharzt für Chirurgie 2003
  • Studium der Zahnmedizin in Jena, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie 2010
  • Facharztausbildung in der Saalepraxis, Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie (2013)
Zum ECDI-Arztprofil
Jens Rabe, Fachzahnarzt für Oralchirurgie

Jens Rabe

Fachzahnarzt für Oralchirurgie
in der Saalepraxis seit 2007
  • Studium der Zahnmedizin in Jena, Approbation 2000
  • Weiterbildung zum Oralchirurgen in der Saalepraxis und in Chemnitz, Fachzahnarzt 2010
  • Tätigkeitsschwerpunkte Parodontologie (2009) und Implantologie (2011)
Zum ECDI-Arztprofil

Außerdem am Standort Erfurt

  • Dr. med. Maximilian Seidl, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, seit 2025 Gesellschafter am Standort Erfurt
  • Prof. Dr. Dr. Hans Pistner, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Plastische Operationen
  • Dr. med. dent. Franziska Hanika, Fachzahnärztin für Oralchirurgie, Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie
  • Julius Carl, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
  • Reinhard Topf, Zahnarzt
  • Dr. med. Christian Icke, Facharzt für Anästhesiologie, Narkosearzt am Standort Erfurt
Die Saalepraxis ist ein ermächtigtes Weiterbildungszentrum: Seit 1992 hat sie 13 Vorbereitungsassistenten, 20 Oralchirurgen und 8 Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen ausgebildet. Wer hier operiert, wurde oft auch hier ausgebildet.
Geprüfter Verbund

Was das ECDI-Siegel für Sie in Erfurt bedeutet

Die European Centers for Dental Implantology (ECDI) sind ein Verbund implantologischer Praxen in Europa. Erfurt und Saalfeld sind die beiden Standorte der Saalepraxis, die als ECDI-Zentren gelistet sind. Aufgenommen wird nur, wer drei Bedingungen erfüllt und nachweist:

  • implantologische Erfahrung seit mindestens 15 Jahren
  • mindestens 3.000 gesetzte Implantate und
  • Dokumentation aller Implantate in der gemeinsamen Software dimpdoc

Dazu kommen drei Belege, die nichts mit dem Siegel zu tun haben: die Präsidentschaft Dr. Wiegners in der Fachgesellschaft der Kieferchirurgen, eigene Fachveröffentlichungen und die Ermächtigung zur Facharztausbildung.

ECDI-Siegel: Certified by ECDI, Leading Center, The European Centers for Dental Implantology, ISO 9001 Swiss TS

Der Verbund prüft, die Praxis operiert

Operiert werden Sie von den Chirurgen der Saalepraxis. Das ECDI-Siegel bestätigt deren Erfahrung und Fallzahlen durch eine externe Stelle.

Standort

Am Johannestor 23: So finden Sie uns in der Erfurter Altstadt

Die Saalepraxis Erfurt liegt Am Johannestor 23 in der Altstadt, wenige Schritte vom Juri-Gagarin-Ring. Aus Weimar, Gotha, Arnstadt und Sömmerda erreichen Sie uns über die A4 und A71, aus dem Stadtgebiet mit der Straßenbahn.

AdresseAm Johannestor 23
99084 Erfurt
ÖffnungszeitenMo, Di, Do 8–18 Uhr
Mi, Fr 8–13 Uhr
AnfahrtParkplätze vor der Praxis, Parkhaus Thüringenhaus (Wallstraße)
Straßenbahn 1 und 5, Haltestelle rund 150 m

Weitere Standorte der Saalepraxis: Saalfeld (Saalstraße 35, Tel. 03671 460933) · Ilmenau (Hohe Straße 2g) · Kahla (Bahnhofstraße 25) · Arnstadt (Lindenallee 5)

Patientenstimmen

Was Patientinnen und Patienten über die Saalepraxis Erfurt schreiben

4,6
★★★★★
Google · 83 Rezensionen

Mehrere Patienten beschreiben in ihren Bewertungen, dass sie mit akuten Beschwerden kurzfristig einen Termin bekommen haben und dass ihre Angst ernst genommen wurde. Lesen Sie die ausführlichen Bewertungen direkt bei Google.

Google-Bewertung im Durchschnitt für den Standort Erfurt, Stand September 2026. Wir aktualisieren diese Angabe regelmäßig.

FAQ

Was Patienten aus Erfurt uns vor dem ersten Termin fragen

Brauche ich eine Überweisung, um in Erfurt einen Termin zu bekommen?
Nein. Die meisten Patienten schickt ihr Zahnarzt mit einer Überweisung für den chirurgischen Teil zu uns, weil die Saalepraxis als Überweiserpraxis arbeitet. Sie können aber auch selbst anrufen und einen Beratungstermin vereinbaren. Bei akuten Beschwerden beraten und behandeln wir Sie in einem Termin. Den Zahnersatz auf dem Implantat fertigt in beiden Fällen Ihr Hauszahnarzt an; er bekommt von uns zu jedem Schritt einen Arztbrief oder einen persönlichen Rückruf.
Was kostet ein Zahnimplantat in Erfurt komplett?
Für ein einzelnes Implantat mit Aufbau und Krone nennen Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest bundesweit 1.800 bis 4.500 Euro. Ein Knochenaufbau kommt mit 300 bis 3.000 Euro hinzu, Keramik statt Titan kostet 20 bis 40 Prozent mehr. Ihre persönlichen Zahlen stehen im Heil- und Kostenplan, den Sie vor der Behandlung von uns und Ihrem Zahnarzt erhalten.
Sind Zahnimplantate eine Kassenleistung?
Nur zum Teil. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss zum Zahnersatz, der sich nach Ihrem Befund richtet, nicht nach der gewählten Versorgung. Das Implantat selbst und der chirurgische Eingriff sind Privatleistungen. Mit einem lückenlos geführten Bonusheft steigt der Zuschuss von 60 auf 70 oder 75 Prozent der Regelversorgung; bei geringem Einkommen sind bis zu 100 Prozent möglich.
Wie lange muss ich nach dem Zahnziehen auf das Implantat warten?
Das hängt vom Zustand des Knochens ab. Ist die Wunde entzündungsfrei und der Knochen ausreichend, setzen wir das Implantat, sobald das Zahnfach abgeheilt ist, meist nach 6 bis 12 Wochen. Fehlt ein Zahn schon lange oder ist der Knochen dünn, planen wir zuerst einen Knochenaufbau; dann vergehen bis zum Implantat mehrere Monate. Den Zeitplan legen wir am dreidimensionalen Röntgenbild fest.
Wie viele Sitzungen braucht ein Zahnimplantat?
Rechnen Sie mit 4 bis 6 Terminen bei uns: Beratung und Röntgen, Planungsgespräch, Eingriff, Wundkontrolle und Fadenentfernung, Kontrolle nach der Einheilzeit. Die Krone oder Brücke setzt danach Ihr Hauszahnarzt in 2 bis 3 weiteren Terminen ein. Kommt ein Knochenaufbau als eigener Eingriff hinzu, verlängert sich der Weg um einige Wochen.
Wie schmerzhaft ist das Einsetzen eines Implantats?
Während des Eingriffs spüren Sie durch die örtliche Betäubung in der Regel keinen Schmerz, nur Druck und Vibration. Wer nichts mitbekommen möchte, wählt den Dämmerschlaf oder die Vollnarkose; in Erfurt betreut Sie dabei unser Anästhesist Dr. Icke. In den Tagen danach ist ein Wundschmerz normal, der sich mit Schmerzmitteln und Kühlung gut behandeln lässt.
Kann ich mit Diabetes in Erfurt ein Implantat bekommen?
Ja, wenn der Diabetes gut eingestellt ist. Wir bitten Sie dann um Ihren aktuellen Langzeitzuckerwert (HbA1c) und die Medikamentenliste. Ist der Zucker schlecht einstellbar, heilt das Implantat schlechter ein; dann klären wir mit Ihrem Hausarzt, ob und wann wir operieren. Ein Implantat schließen wir deshalb nicht aus, wir planen es sorgfältiger.
Wann sind Zahnimplantate nicht sinnvoll?
Nicht sinnvoll ist ein Implantat bei starkem Rauchen, bei einem Diabetes, der sich nicht einstellen lässt, bei einem dauerhaft unterdrückten Immunsystem, zum Beispiel nach einer Organtransplantation, und bei einer Mundhygiene, die ein Implantat nicht sauber hält. Auch eine unbehandelte Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) muss zuerst behandelt werden. Sprechen dagegen nur Alter oder Blutverdünner, planen wir mit angepasster Vorbereitung.
Was ist der Nachteil von Zahnimplantaten?
Ein Implantat braucht einen chirurgischen Eingriff, Zeit zum Einheilen und Ihre tägliche Pflege. Es kostet mehr als eine Brücke oder Prothese, weil die Kasse nur den Zahnersatz bezuschusst. Und es kann sich entzünden, wenn Beläge am Implantat bleiben (Periimplantitis). Dem stehen fester Halt, erhaltener Knochen und unberührte Nachbarzähne gegenüber; ob das für Sie überwiegt, klären wir in der Beratung.
Wie lange hält ein Zahnimplantat?
Große Übersichtsarbeiten zeigen ein 10-Jahres-Überleben von rund 95 bis 96 Prozent, vorsichtig gerechnet rund 93 Prozent. Das heißt: 93 bis 96 von 100 Implantaten sind nach 10 Jahren noch in Funktion. Voraussetzung sind tägliche Pflege und die Implantat-Kontrolle bei Ihrem Hauszahnarzt, die wir Ihnen zweimal im Jahr empfehlen.
Glossar

Zehn Begriffe, die Ihnen bei uns begegnen werden

Überweiserpraxis
Eine Praxis, die auf Zuweisung anderer Zahnärzte arbeitet: Sie übernimmt die Chirurgie, der Hauszahnarzt bleibt für Zahnersatz und Nachsorge zuständig.
Osseointegration
Das Anwachsen des Knochens an die Implantat-Oberfläche in den Monaten nach dem Eingriff.
Backward-Planning
Die Planung vom gewünschten Zahnersatz her: Erst wird die spätere Krone festgelegt, dann die Position des Implantats.
Bohrschablone
Eine Schablone, auch Implantationsschablone genannt, die die am Computer geplante Implantat-Position auf den Kiefer überträgt (navigierte Implantation).
Socket Preservation
Das Auffüllen des leeren Zahnfachs direkt nach einer Zahnentfernung, damit der Knochen erhalten bleibt.
Analgosedierung
Der Dämmerschlaf: Beruhigungs- und Schmerzmittel über die Vene oder als Tablette, Sie atmen selbst und bleiben ansprechbar.
HbA1c
Der Langzeitzuckerwert, an dem wir vor einem Implantat die Einstellung eines Diabetes ablesen.
Periimplantitis
Eine Entzündung des Gewebes um ein Implantat, die unbehandelt Knochen kostet.
Heil- und Kostenplan
Das Formular, mit dem Zahnarzt und Chirurg der Kasse die geplante Versorgung und die Kosten vorlegen; Grundlage für den Festzuschuss.
Arztbrief
Das Schreiben, mit dem wir Ihren Hauszahnarzt nach jeder Maßnahme über Befund und Vorgehen informieren.
Dr. med. Jörg-Ulf Wiegner, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Fachlich verantwortet vonDr. med. Jörg-Ulf Wiegner, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Saalepraxis. Die fachlichen Inhalte dieser Seite stützen sich auf die unten genannten wissenschaftlichen Quellen und auf die Behandlungserfahrung der Saalepraxis. Zuletzt aktualisiert: September 2026.

Diese Quellen belegen unsere Aussagen

  1. Howe, M. S., Keys, W., & Richards, D. (2019). Long-term (10-year) dental implant survival: A systematic review and sensitivity meta-analysis. Journal of Dentistry, 84, 9–21. https://doi.org/10.1016/j.jdent.2019.03.008
  2. Moraschini, V., Poubel, L. A. C., Ferreira, V. F., & Barboza, E. S. P. (2015). Evaluation of survival and success rates of dental implants reported in longitudinal studies with a follow-up period of at least 10 years: A systematic review. International Journal of Oral and Maxillofacial Surgery, 44(3), 377–388. https://doi.org/10.1016/j.ijom.2014.10.023
  3. Windael, S., Vervaeke, S., De Buyser, S., De Bruyn, H., & Collaert, B. (2020). The long-term effect of smoking on 10 years’ survival and success of dental implants: A prospective analysis of 453 implants in a non-university setting. Journal of Clinical Medicine, 9(4), Article 1056. https://doi.org/10.3390/jcm9041056
  4. Fernandes, P. R. E., Otero, A. I. P., Fernandes, J. C. H., Nassani, L. M., Castilho, R. M., & de Oliveira Fernandes, G. V. (2022). Clinical performance comparing titanium and titanium–zirconium or zirconia dental implants: A systematic review of randomized controlled trials. Dentistry Journal, 10(5), Article 83. https://doi.org/10.3390/dj10050083
  5. Tang, C., Du, Q., Luo, J., & Peng, L. (2022). Simultaneous placement of short implants (≤ 8 mm) versus standard length implants (≥ 10 mm) after sinus floor elevation in atrophic posterior maxillae: A systematic review and meta-analysis. International Journal of Implant Dentistry, 8(1), Article 45. https://doi.org/10.1186/s40729-022-00443-1
  6. Lin, Z.-Z., Jiao, Y.-Q., Ye, Z.-Y., Wang, G.-G., & Ding, X. (2021). The survival rate of transcrestal sinus floor elevation combined with short implants: A systematic review and meta-analysis of observational studies. International Journal of Implant Dentistry, 7(1), Article 41. https://doi.org/10.1186/s40729-021-00325-y
  7. Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich, & Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. (2022). S3-Leitlinie Keramikimplantate (Version 1.0, Stand 2. Dezember 2022; AWMF-Registernummer 083-039). AWMF. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/083-039
  8. Kupka, J. R., König, J., Al-Nawas, B., Sagheb, K., & Schiegnitz, E. (2024). How far can we go? A 20-year meta-analysis of dental implant survival rates. Clinical Oral Investigations, 28(10), Article 541. https://doi.org/10.1007/s00784-024-05929-3
  9. Calciolari, E., Corbella, S., Dourou, M., Ercal, P., & Donos, N. (2026). Tobacco smoking and smoke-free products as risk factors for dental implants: A systematic review. Clinical Oral Implants Research, 37(3), 262–286. https://doi.org/10.1111/clr.70108
  10. Mester, A., Onisor, F., Di Stasio, D., Piciu, A., Cosma, A.-M., & Bran, S. (2023). Short implants versus standard implants and sinus floor elevation in atrophic posterior maxilla: A systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials with ≥5 years’ follow-up. Journal of Personalized Medicine, 13(2), Article 169. https://doi.org/10.3390/jpm13020169

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