Zahnimplantate trotz Knochenschwund

Dr. med. Dr. med. dent. Thomas MĂŒller-Hotop, M.Sc.
Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Thomas MĂŒller-Hotop, M.Sc.
Veröffentlicht: 11.05.2025
Aktualisiert: 13.01.2026
Lesezeit: 14 Min.

Transkript
Ich bin Thomas MĂŒller-Hotop, Arzt fĂŒr Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und seit ĂŒber 30 Jahren leidenschaftlicher Implantologe.

Man muss sich das so vorstellen: Ein Zahn wird belastet und diese Belastung im Knochen ist der sogenannte funktionelle Reiz fĂŒr den Knochen – dadurch bleibt der Knochen erhalten. Wenn der Zahn fehlt, fehlt dieser Reiz. Dadurch schwindet der Knochen aber auch die Knochendichte. Das heißt, der Knochen wird poröser. In dem Zusammenhang verĂ€ndert sich dann eben auch die Schleimhaut.

Wenn ein Knochenschwund vorliegt, also eine sogenannte Knochen-Atrophie oder die KnochenqualitĂ€t besonders schlecht geworden ist, dann ist ein Knochenaufbau notwendig. Dieser Knochenaufbau wird manchmal vor einer Implantation notwendig sein; manchmal kann man ihn aber auch im Zusammenhang mit einer Implantation durchfĂŒhren.

Es gibt unterschiedliche Typen von Knochenaufbau. Das sind sogenannte Osteoplastiken, wo Knochen angelagert wird, aufgelagert wird, zwischendrin eingelagert wird. Es gibt das berĂŒhmte Sinuslift, wo im Oberkiefer-Seitenzahnbereich die Kieferhöhlen-Schleimhaut angehoben wird und dann Knochen eingelagert. Das sind so verschiedene Techniken, mit denen man im Laufe der Zeit sehr gute und sichere Erfahrungen gemacht hat.

Es gibt unterschiedliche Materialien fĂŒr den Knochenaufbau. Es gibt den Knochen vom Patienten selbst, das ist der sogenannte autologe Knochen. Den kann man entnehmen aus dem Beckenkamm, aus dem Unterschenkel, aus dem Kieferwinkel oder aus dem Kinnbereich. Es gibt Knochen von anderen Menschen. Es gibt Knochenmaterial vom Tier, das sogenannte xenogene Material, und es gibt kĂŒnstliches Knochenersatz-Material, sogenanntes alloplastisches Material.

Es ist ganz unterschiedlich, wie der körpereigene Knochen mit dem Knochenaufbau-Material umgeht. Einmal wird es eingebaut, dann wird es wieder umgebaut oder es gilt als GerĂŒst fĂŒr den körpereigenen Knochen.

Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch hier natĂŒrlich Risiken, das entscheidende und wichtigste Risiko ist die Wundinfektion. Im schlimmsten Fall geht das Knochenaufbau-Material verloren und die Operation ist ein Misserfolg.

European Centers for Dental Implantology (ECDI)

Implantate nachweisen, LebensqualitÀt gewÀhrleisten

Die European Centers for Dental Implantology (ECDI) dokumentieren jedes eingesetzte Implantat und werten die Daten wissenschaftlich aus. So können wir die QualitĂ€t von Behandlungen stetig verbessern und neue Erkenntnisse fĂŒr eine sichere Implantatversorgung gewinnen.

Unsere Mitglieder sind erfahrene Implantologen, die nach strengen Kriterien ausgewĂ€hlt werden. FĂŒr Patientinnen und Patienten bedeutet das geprĂŒfte Erfahrung, transparente Ergebnisse und langfristige LebensqualitĂ€t.

DarĂŒber hinaus arbeiten die ECDI-Zentren eng zusammen, entwickeln Behandlungsmethoden weiter und teilen ihr Wissen – damit Implantatbehandlungen auch in Zukunft zuverlĂ€ssig und nachhaltig bleiben.

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