Die richtige Mundhygiene und Pflege

Dr. med. Dr. med. dent. Thomas Müller-Hotop, M.Sc.
Autor: Dr. med. Dr. med. dent. Thomas Müller-Hotop, M.Sc.
Veröffentlicht: 11.05.2025
Aktualisiert: 26.09.2025
Lesezeit: 15 Min.

Transkript
Ich bin Thomas Müller-Hotop, Arzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und seit über 30 Jahren leidenschaftlicher Implantologe.

Morgens und abends die Zähne zu putzen, hält sie gesund. Wichtig: Nach den Mahlzeiten, nicht davor. Wer zusätzlich nach dem Mittagessen putzt, ist ein Musterschüler. Beim Handmodell sollte ein kleiner Kopf vorgezogen werden, damit erreicht man Problemzonen besser. Borsten sollten eher weich sein. Elektrische Zahnbürsten reinigen durch rotierende Borsten gründlich und mit weniger Druck. Bis zu zehnmal schneller sind Schallzahnbürsten. Sie haben meist weiche Borsten und eignen sich gut für empfindliche Zahnhälse.

Gründlichkeit ist das A und O, denn jede Seite der Zähne soll erreicht werden. Bitte nicht pressen, sonst leidet der Zahnschmelz. Von Hand wird senkrecht und in kleinen Kreisbewegungen gebürstet. Empfohlene Reihenfolge: erst die Kauflächen, dann Zähne außen, dann innen. Mit der elektrischen Bürste arbeitet man sich langsam von Zahn zu Zahn vor.

Fluoridhaltige Zahnpasta hilft der Karies-Vorbeugung. Weil die meisten Pasten Schleifpartikel enthalten, sollte der auf der Packung genannte RDA-Wert, Relative Dentin Abrasion, nicht zu hoch sein – Mittelwert 60 bis 80. So schützen Sie den Zahnschmelz.

Enge Zahnzwischenräume sind heikle Zonen. Daher sollten Sie mit Zahnseide vorsichtig und am besten abends Speisereste und Zahnbeläge damit entfernen. Gewachst oder nicht gewachst? Die persönliche Vorliebe entscheidet. Sie sind in unterschiedlichen Formen und Stärken zu haben, effektiver als Zahnseide, aber nicht für jeden Zwischenraum geeignet. Daher gerne in Kombination mit Superfloss-Zahnfaden verwenden.

Schlecht gesäuberte Zahnbürsten und Minibürsten sind ideale Nährböden für Bakterien. Daher die Zahnbürste nach jedem Gebrauch gründlich unter fließendem Wasser ausspülen und trocknen lassen. Wenn sich die Borsten verbiegen oder sogar ausfransen, unbedingt ersetzen.

Mundwasser schmeckt angenehm, kann aber gegen Plack nichts ausrichten. Fluoridhaltige Lösungen sind nur dann sinnvoll, wenn sie nicht unmittelbar nach dem Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta eingesetzt werden – besser immer mal zwischendurch benutzen.

Ein Tummelplatz für Bakterien – und häufige Ursache für Mundgeruch – ist der hintere Zungenbereich. Beläge lassen sich mit der Zahnbürste nicht ausreichend entfernen. Wirksamer sind spezielle Zungenschaber.

In erster Linie kann mangelnde Mundhygiene zu einer Entzündung der Schleimhaut um das Implantat führen, die auf den Knochen übergreift und zum Knochenabbau, einer Periimplantitis, und schließlich auch zum Implantat-Verlust führen kann. Deswegen sind regelmäßige Kontrollen und eine professionelle Zahnreinigung eine gute, vorbeugende Maßnahme gegen dieses Problem.

European Centers of Dental Implantology (ECDI)

Implantate nachweisen, Lebensqualität gewährleisten

Die European Centers of Dental Implantology (ECDI) dokumentieren jedes eingesetzte Implantat und werten die Daten wissenschaftlich aus. So können wir die Qualität von Behandlungen stetig verbessern und neue Erkenntnisse für eine sichere Implantatversorgung gewinnen.

Unsere Mitglieder sind erfahrene Implantologen, die nach strengen Kriterien ausgewählt werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das geprüfte Erfahrung, transparente Ergebnisse und langfristige Lebensqualität.

Darüber hinaus arbeiten die ECDI-Zentren eng zusammen, entwickeln Behandlungsmethoden weiter und teilen ihr Wissen – damit Implantatbehandlungen auch in Zukunft zuverlässig und nachhaltig bleiben.

MEHR ÜBER UNS ERFAHREN
ECDI Leading Center Badge

Zahnimplantate: Themenübersicht

  • Wir erklären, was Zahnimplantate sind, welche Implantatarten es gibt, wie die Behandlung (Implantation) abläuft sowie Vorteile, Nachteile und Kosten.

  • Implantate bieten festen Halt, mehr Lebensqualität und bessere Ästhetik – aus Titan oder Keramik, je nach Bedarf, Wunsch und finanzieller Möglichkeit.

  • Gute Implantologie braucht Erfahrung, Ausstattung und Hygiene. Billigangebote lohnen selten – Qualität sichert langfristigen Behandlungserfolg.

  • Implantate ersetzen Zähne dauerhaft, verbessern die Lebensqualität und lohnen sich langfristig – bei richtiger Arztwahl, Pflege und regelmäßiger Kontrolle.

  • Gründliche Mundhygiene schützt Implantate und Zähne – mit der richtigen Bürste, Technik, Zahnseide und regelmäßiger Kontrolle bis ins hohe Alter.

  • Beim Implantat können Nerven, Kieferhöhle oder Nachbarzähne gefährdet sein. Sorgfalt, Erfahrung und gute Nachsorge senken das Risiko von Komplikationen.

  • Implantate sind nicht für jeden geeignet. Bei Risiken wie Erkrankungen oder schlechter Mundhygiene ist klassischer Zahnersatz oft die bessere Wahl.

  • Zahnverlust führt zu Knochenschwund. Ein Knochenaufbau schafft die Basis für Implantate – mit bewährten Methoden und planbarem Risiko.